Veranstaltung zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz
Regenwurm als Indikator

Eva Spiessl-Mayr vom Fachzentrum Agrarökologie erläutert die Zusammenhänge von einem belebten Bodenhorizont und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens. Bild: exb
Vermischtes
Tirschenreuth
15.10.2017
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Wasser ist unsere wichtigstes Lebensmittel. Nachdem es zu 90 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird, kommt der landwirtschaftlichen Nutzung der Böden eine besondere Bedeutung zu.

Bei einer Veranstaltung zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz wurde der Zwischenfruchtanbau anhand zweier Beispielsbetrieben im Landkreis beleuchtet. Eingeladen hatten das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Tirschenreuth zusammen mit dem Fachzentrum Agrarökologie Amberg.

35 Landwirte, Pflanzenbauexperten sowie Verbundpartner des AELF trafen sich bei den beiden Demonstrationsbetrieben für Gewässer-, Boden- und Klimaschutz Theo Dietz, Großensterz, und Johannes Wild, Schönthan. In Bayern wurde ein Netzwerk von 100 solcher Betriebe geschaffen, um praktizierenden Landwirten eine Plattform zu bieten, sich mit Berufskollegen auszutauschen und zu informieren, welche Gewässerschutzmaßnahmen in die Praxis umsetzbar sind. Ein zentrales Thema im Herbst ist dabei der Anbau von Zwischenfrüchten. Josef Weiß vom Fachzentrum Agrarökologie in Amberg erklärte, dass der Anbau von verschiedenen Mischungen aus Senfsaat, Buchweizen, Phacelia und Co. der Konservierung von Nährstoffen über den Winter dient. Im darauffolgenden Frühjahr seien dann die Nährstoffe für die Folgefrüchte verfügbar. Des Weiteren würden die Mischungen einen Schutz vor Bodenabtrag durch Wasser bieten. Auch fördert sie das Bodenleben, was sich in den vielen Regenwürmern und deren Löchern an der Bodenoberfläche äußert. Hinzu kommt, dass das Saatgut speziell auf die Ansprüche der angebauten Kulturen der Landwirte abgestimmt ist, um unerwünschte Nebeneffekte bestmöglich zu unterbinden. "Man darf sich durch die Wahl einer vermeintlich günstigen Mischung keine Krankheiten in den Bestand holen. Die Fruchtfolge muss genau betrachtet werden", so Ludwig Peter vom Landeskuratorium für pflanzliche Veredelung in Bayern. Die Landwirte und Berater konnten sich ein Bild machen, welche Anbaustrategien in diesem Jahr für Zwischenfrüchte vorteilhafter waren und welche eher nachteilig.
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