Viel Beifall für Neujahrskonzert der Donau Philharmonie Wien im Kettelerhaus
Mit Vive l’amour ins neue Jahr

Mit Leidenschaft und Spiel- bzw. Sangesfreude beeindruckten Sopranistin Jennifer Davison und Bariton Marco di Sapia das Publikum im Kettelerhaus.
Vermischtes
Tirschenreuth
09.01.2017
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Leidenschaft und Sangesfreude erleben die Besucher beim Neujahrskonzert. Für mitreißende Duette und eine beeindruckende Orchesterleistung spendet das Publikum am Ende rhythmischen Beifall.

Zum traditionellen Neujahrskonzert konnte Bürgermeister Franz Stahl die Zuhörer im voll besetzten Kettelerhaus begrüßen. Zu Gast war die Donau Philharmonie Wien, die unter der Leitung von Manfred Müssauer mit einem abwechslungsreichen Programm unter dem Motto "Vive l'amour - es lebe die Liebe" angereist war.

Müssauer hatte nicht nur seine Musiker gut im Griff, sondern er führte auch souverän durchs Programm. Mit dabei waren Sopranistin Jennifer Davison (USA) und Bariton Marco di Sapia (Italien). Die bekannten und weniger bekannten Melodien aus Oper und Operette der Jahrhundertwende wurden mit Leidenschaft und Spiel- bzw. Sangesfreude dargeboten. Der Abend begann mit der überraschenden "Schönbrunner Ouvertüre" von Franz Xaver Frenzel, der Künstlername des österreichischen Komponisten Friedemann Katt. Ohne Geburtsdatum im Programm, vermutete man zunächst feinste Barockmusik mit strahlenen Trompetenklängen, doch ein plötzlicher Zeitsprung in moderne Rhythmen aus Rock und Popmusik entlarvte die Ouvertüre als interessantes Werk des 20. Jahrhunderts.

Mehrere Zugaben

Leidenschaftlich sang im Anschluss Jennifer Davison die wenig bekannte Arie "Unvollendeter Traum" aus "La Vierge" von Jules Massenet. Oft zu hören ist dagegen "Auf in den Kampf Torero" aus der Oper "Carmen" von Georges Bizet, das Marco di Sapia temperamentvoll in Szene setzte. Das Prélude "Zampa" (Louis J.F. Hérold), "Ebben" aus "La Wally" (Gerónimo Giménez) und zwei wunderbare Arien aus "Hoffmanns Erzählungen" (Jaques Offenbach) vervollständigten das Programm bis zur Pause. Im zweiten Teil gab es mitreißende Duette und Arien von Franz Lehár. Das Publikum klatschte begeistert bei "Aus ist's mit der Liebe" aus Emmerich Kálmáns Csárdásfürstin den Takt mit. Einen unverhofften Neujahrsgruß baute das Orchester in die Ouvertüre "Wiener Frauen" (F. Lehár) ein. Gemeinsam wünschten die Musiker dem Publikum "Alles Gute" zum neuen Jahr. Nach dem feurig temperamentvollen Pasodoble "Espana Cani" (Pascual Marquina) gab es nicht enden wollenden rhythmischen Beifall vom begeisterten Publikum. Nach der Zugabe des berühmten Walzerduetts "Komm mit mir ins Chambre séparée" gab es ein zweites Mal rhythmischen Beifall für den sich das Orchester mit einer weiteren Zugabe bedankte.
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