Wallfahrt der Tirschenreuther zum Fahrenberg
Beten und beichten

Vermischtes
Tirschenreuth
04.07.2017
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Kaplan Paul Gebendorfer erteilte den 75 Wallfahrern beim Aufbruch um 5 Uhr den Pilgersegen - und machte sich auch selbst mit auf den Weg zur Fahrenbergkirche. Unterwegs bot Gebendorfer so auch die Möglichkeit zum Beichten.

Klaus Müller, der die Wallfahrt seit 1999 leitet, begrüßte unter den Teilnehmern auch alle, die für die Sicherheit der Pilger sorgen, darunter "Wallfahrtsdoktor" Max Schön und das Team des BRK mit Erwin Steiner an der Spitze. Auf der Altglashütte wuchs der Pilgerstrom auf 92 Personen an. Die jüngsten waren zwei 15-jährige Ministranten, der älteste ein 76-Jähriger. Das BRK-Team musste zweimal Blasen an den Füßen versorgen. Ein kleiner Schwächeanfall war für Dr. Max Schön und Erwin Steiner kein Problem. "Mit Maria, Pilger in Hoffnung und in Frieden" lautete das Leitwort des Papstes auf seiner Pilgerreise im Mai dieses Jahres nach Fatima.

Respekt vor der Schöpfung

Klaus Müller war zu Pfingsten in Fatima, hat sich dieses Leitwort zu eigen gemacht und Anregungen für die Tirschenreuther Wallfahrt mitgebracht. Mit dem neuen Gebetbuch "Gemeinsam auf dem Weg - Gebete und Lieder für Wallfahrten" wurde der Gebets- und Liedschatz erweitert. Friede und Bewahrung der Schöpfung waren zwei Themen. "Mögen die Worte Spaltung, Hass, Krieg aus dem Herzen jedes Menschen verbannt werden", lautete ein Bitte an Gott. Im Schöpfungsrosenkranz wurde gebetet um den Respekt vor der Schöpfung Gottes und um das Bewusstsein aller, dass die Schönheit dieser Welt uns nur geliehen ist. Erstmals wurde neben neuen Liedern die Bayernhymne gesungen. Um 12.30 Uhr erreichten die Pilger ihr Ziel. Vom Ostgiebel der Fahrenbergkirche grüßte die Friedensmadonna mit den Insignien der Fatimabotschaft, dem Rosenkranz und dem dornenumrankten Herz.


In der renovierten Kirche mit dem neuen Volksaltar, den Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am 11. September vorigen Jahres konsekriert hat, feierten die Pilger den Gottesdienst. Der Kaplan stellte in seiner Predigt fest, dass jeder Mensch danach strebe, sein Leben schöner und glücklicher zu machen. "Suchst Du noch oder lebst Du schon", ist die Frage, die sich stelle, so der Kaplan.
Das Irdische und Vergängliche genüge unserem Herzen nicht. Jeder Mensch strebe nach Wahrheit, nach innerstem Glück, nach Liebe und Ewigkeit. "Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue nennt die Hl. Schrift Früchte des Hl. Geistes", so der Prediger und forderte dazu auf, nach den Werten zu streben, die wert sind, sich dafür ein ganzes Leben einzusetzen.

Kerze und Heftchen

Nach dem Gottesdienst erhielten die Wallfahrer als Andenken das Heftchen "Die Versöhnungsbotschaft von Fatima" und eine Kerze mit dem Bild der Fatimamuttergottes. Mit einer Dankandacht endete die Wallfahrt.
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