Wildtierexperten fangen männlichen Luchs im südlichen Fichtelgebirge
Die Katze auf dem Stalldach

Ausgerechnet das Dach eines Schafstalls hat sich ein Luchs als Ruheplatz ausgesucht. Das Tier wurde betäubt und in eine artgerechte Einrichtung gebracht. Bild: Bayerisches Landesamt für Umwelt
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Tirschenreuth
11.01.2017
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Weil er keine Scheu vor Menschen zeigte, haben Experten des Landesamtes für Umwelt einen Luchs eingefangen. Das Tier hatte sich im südlichen Fichtelgebirge (Kreis Tirschenreuth) ausgerechnet das Dach eines Schafstalls als Ruheplatz ausgesucht. Die Raubkatze wurde betäubt und in eine artgerechte Einrichtung gebracht. Untersuchungen sollen zeigen, ob "Pinselohr" wieder in Freiheit zurückkehren kann. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie sehr es auf den Menschen geprägt ist und so möglicherweise zu einem Problem werden könnte. Erste Ergebnisse werden in zwei Wochen erwartet.

Zur Herkunft des Tieres gibt es bislang keine Hinweise. Man weiß aber, dass es sich wegen der melierten Fellfärbung eher um einen Vertreter des skandinavischen Typus handelt, während ostbayerische Artgenossen eine ausgeprägte Fleckung aufweisen. Und klar ist auch, dass es nichts mit dem im August im Steinwald freigelassenen Weibchen zu tun hat. Das jetzt gefangene Tier ist ausgewachsen und männlichen Geschlechts. Es wird vermutet, dass es ausgesetzt worden ist.
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