Arbeitslosenquote sinkt auf 3,5 Prozent - Gute Erfahrungen mit Betriebspraktikum
Personal weiter stark gefragt

Wirtschaft
Tirschenreuth
01.12.2016
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Der November war ein guter Monat für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen sank auf 1429. Für den Landkreis Tirschenreuth errechnete sich eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent.

Besonders die Situation am Stellenmarkt war für die Jahreszeit außergewöhnlich. "Die weiterhin hohe Personalnachfrage bescherte uns im November sinkende Arbeitslosenzahlen", berichtete Gerlinde Sollacher-Kraus, Leiterin der Agentur für Arbeit Tirschenreuth.

"Im Vergleich zum November 2015 meldeten sich deshalb wesentlich mehr Menschen in Arbeit ab und zugleich stagnierte die Zahl an neuen Arbeitslosmeldungen. Besonders freut es mich, dass viele unserer Kunden nach der erfolgreichen Teilnahme an einer Weiterbildung eine neue Stelle gefunden haben. Beste Ergebnisse erreichten wir mit den Maßnahmen, die ein Betriebspraktikum beinhalteten." Ende November waren 793 arbeitslose Männer und 636 erwerbslose Frauen gemeldet. Neu hinzu kamen 390 Personen, zugleich beendeten 410 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Traditionell weist der Monat sinkende Arbeitslosenzahlen auf. Mit Blick auf das Vorjahr waren arbeitssuchende Frauen (minus 72 Personen) die Gewinner am Arbeitsmarkt. Ebenso gute Chancen zur beruflichen Integration hatten erwerbslose Menschen mit Behinderung (147 Personen) und Männer und Frauen, die bereits länger als ein Jahr ohne Arbeit waren (aktuell 534 Personen).

Gleichzeitig gab es mehr Arbeitslose gerade bei Flüchtlingen. Die Arbeitsagentur und das Jobcenter betreuten rund 230 Männer und Frauen ausländischer Herkunft, davon 122 Menschen im Kontext von Fluchtmigration. Sollacher-Kraus wies darauf hin, dass in diesem Jahr weitere Maßnahmen für Flüchtlinge in Tirschenreuth und in Kemnath angeboten werden.

Die Arbeitskräftenachfrage hat in den vergangenen vier Wochen deutlich zugenommen. 555 freie Stellen sind im Angebot, 156 mehr als im Vorjahr. Gute Chancen hatten insbesondere Altenpfleger, Fachkräfte in der Gastronomie, in der Land- und Baumaschinentechnik sowie Verkäufer im Lebensmittelhandwerk.
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