Bildungsregion geht in die Offensive

In den Räumen der Volkshochschule Tirschenreuth wurde das Gesamtkonzept der Bildungsregion Tirschenreuth präsentiert. Bildungsmanager Hilmar Fütterer (rechts neben Roll-up) erläuterte die Planungen. Bild: sbü
Wirtschaft
Tirschenreuth
13.09.2017
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Dieses logo soll zukünftig bei allen Bildungseinrichtungen und Bildungsaktivitäten im landkreis verwendet werden. Bildungsmanager Hilamar Fütterer wünscht eine breite Verwendung

Fast zwei Jahre Arbeit stecken im Bildungs- konzept des Landkreises Tirschenreuth. Und es hat sich gelohnt, so viel Zeit zu investieren. Bei der Präsentation staunen einige geladene Gäste regelrecht Bauklötzchen.

Das Wort "sensationell" ist nur ein Beispiel aus den vielen lobenden Kommentaren bei der Präsentation. Die Vertreter der Bildungseinrichtungen aus der nördlichen Oberpfalz waren regelrecht begeistert von den Inhalten.

Landrat sehr zufrieden

Landrat Wolfgang Lippert sprach von einem "wichtigen Zukunftsschritt". Sehr zufrieden zeigte sich der Landkreischef auch deshalb, "weil wir uns im Kreisausschuss damals noch nicht so sehr sicher waren, ob der Beschluss, uns als Bildungsregion zertifizieren zu lassen, von Erfolg gekrönt sein wird". Von dem von Hilmar Fütterer, Projektleiter des Bildungsmanagements im Landkreis, zusammen mit den Zukunftscoaches Andreas Büttner und Wolfgang Prebeck vorgestellten mehrstufigen Konzept zeigte sich Lippert absolut überzeugt.

Über drei Kernelementen steht eine gemeinsame Klammer "das neue Corporate Design der Bildungsregion Tirschenreuth". Es ist ein "Logo und eine Marke", wie es Bildungsmanager Fütterer beschrieb, die möglichst bei allen Bildungsmaßnahmen und allen Bildungsbereichen des Landkreises bei Veröffentlichungen und an baulichen Einrichtungen abgebildet werden sollen. Aus dem unterhalb des Logos aufgeführten Farbkonzept würden die übergeordneten Geschäftsfelder aufgezeigt.

Umfassend, weil es viele Elemente des Gesamtkonzepts enthält, ist das erste und größte Kernelement des Bildungskonzepts: das neue Ausbildungsportal des Landkreises. Es ist ab sofort freigeschaltet. Online-Angebote vielfältigster Art sind dort gebündelt, darunter Informationen über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), Ausbildungswochen, Praktika, duales Studium und Mint-Berufe (Berufe mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Unter anderem können Unternehmen dort Praktikumsstellen einstellen, für die sich Interessenten auch gleich online bewerben können. Eine Vorauswahl nach Interessenbereichen erleichtert die Suche. Für Unternehmen besteht die Möglichkeit der Verlinkung mit der Homepage.

Entsprechendes gilt für Firmen, die ein duales Studium anbieten oder Einrichtungen, bei denen ein FSJ absolviert werden kann. Zahlreiche weitere interaktive Elemente enthält das neue Ausbildungsportal. Im Portalbereich Ausbildungsmesse sind nicht nur die teilnehmenden Unternehmen einschließlich der Verlinkung aufgeführt, sondern es besteht auch die Möglichkeit der Vereinbarung eines zehnminütigen "Speed-Dating-Gesprächs" auf der Ausbildungsmesse.

Der zweite große Themenbereich des Konzepts ist eine Mint-Offensive. "Mint am Samstag" ist ein außerschulisches Angebot für Schülerinnen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Es reicht von Mikroskopie über Holz- und Metallbearbeitung bis zur Programmierung von Robotern. Bei "Mint goes Techmania" können sich Schulklassen mit tschechischen Partnerklassen für eine Fahrt in das Techmania Science Center in Pilsen bewerben.

Einzigartiges Modell

Als weitere große Säule des Bildungsregionskonzepts wurde "Oberpfalz Dual", die Berufsschulkooperation im Verbundstudium von Berufsschuldirektor Wolfgang Eckstein vorgestellt. Das in Bayern einzigartige Modell ermöglicht unter anderem Hochschulprüfungen an der Berufsschule zu absolvieren. "Die Augen Bayerns schauen nach Wiesau" stellte Eckstein fest. Gestartet wird sofort in den Bereichen Metall und Informatik.

Alle Referenten der Präsentationsveranstaltung appellierten an Betriebe, sich an allen Aktivitäten des Bildungskonzepts zu beteiligen. Das neue Logo könnte auf Spendenbasis ab sofort auch von Firmen verwendet werden. Deutlich wurde auch, dass die Bildungsinitiative auch zahlreichen Förderprogrammen zu verdanken ist.

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Weitere Informationen:

www.dasausbildungsportal.de
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