Raifffeisenbank im Stiftland stellt Weichen für die Zukunft
Den Herausforderungen stellen

Die Raiffeisenbank setzt auf einen starken Nachwuchs. Geehrt wurden (von links) Tobias Grillmeier, Kathrina Konrad, Bernhard Gradl, Sandro Selch, Nico Wolf, Patrick Ernstberger, Daniel Lauterbach und Alexander Stark. Bild: kro
Wirtschaft
Tirschenreuth
11.12.2016
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Langjährige Mitarbeiter ehrte die Raiffeisenbank im Stiftland, ferner wurden einige in den Ruhestand verabschiedet. Von links, Vorstand Josef Strauß, Josef Franz, Gilbert Elert, Rosemarie Ernst, Anna-Elisabeth Stark, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schwägerl, Ralf Möstl, Silvia Gruber, Walter Göhl, Heinrich Schneider, Gerda Trißl, Robert Kraus, Franz Trißl, Vorstandsprecher Thomas Wirth unbd Warengeschäftsleiter Jürgen Zant. (kro) Bild: kro

Fusion mit den Kollegen in Weiden, Aufgabe der Seat-Werkstatt: Die Raiffeisenbank im Stiftland hat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Ein Thema auch bei der Weihnachtsfeier.

Nachdrücklich begründete Vorstandsprecher Thomas Wirth am Freitagabend im Kettelerhaus noch einmal die Fusion mit der Volksbank Nordoberpfalz und der Raiffeisenbank Weiden, die im kommenden Jahr besiegelt werden soll. "Wir müssen unsere Geschicke selbst in die Hand nehmen und handeln. Noch können wir es selbst." Denn bei allen positiven Zahlen: "Die Rahmenbedingungen werden nicht besser, die Anforderungen an das Eigenkapital steigen weiter." Nur mit einer schlagkräftigen Größe könne man die Herausforderungen meistern. Wirth bat alle Mitarbeiter, diesen Weg weiter mit zu gehen.

Der Vorstandsprecher erinnerte aber auch an die Krisenherde in der Welt, verwies unter anderem auf die Flüchtlingskrise, die Terrorgefahr, die Kriege in Syrien und der Ukraine, den Vormarsch der Populisten oder auch den Brexit. All dies sei ein "giftiger Cocktail für die Wirtschaft".

Nicht so in Deutschland. Es gebe sehr wenige Insolvenzen. 43,6 Millionen Menschen seien in sozialversicherungspflichtigen Berufen beschäftigt, die Arbeitslosenquote sei so niedrig wie noch nie. Und ein Ende des Job-Booms sei noch nicht in Sicht. Eine stabile Exportwirtschaft und die sehr gute Binnennachfrage, beispielsweise in der Baubranche, nannte Wirth als Gründe dafür.

Auch die Raiffeisenbank im Stiftland habe davon profitieren können, die Bilanzsumme sei auf 670 Millionen Euro gestiegen. Auch der Warenbereich und die tschechischen Geschäftsstellen hätten ihr Vorjahresergebnis übertroffen. Wirth dankte allen für ihr Engagement. "Nur so ist diese tolle Leistung zustande gekommen".

Jürgen Zant, Geschäftsführer im Bereich Ware, verwies unter anderem auf zahlreiche Aktivitäten.Trotz der schwierigen Situation in der Landwirtschaft habe man wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Dies sei vor allem dem Baustoffbereich geschuldet, der sich gut entwickelt habe. Dennoch müsse man sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Dies sei zum einen der Strukturwandel in der Landwirtschaft, zum anderen die Digitalisierung. Der Internethandel sei hier das Hauptproblem.

Zant nahm auch kurz zur Aufgabe der Seat-Werkstatt Stellung. Er betonte, dass man sich um Veränderungen bemüht habe, die hätten jedoch nicht gefruchtet, um rentabel arbeiten zu können. "Deshalb mussten wir uns davon lösen."

Thomas Wirth erinnerte schließlich noch daran, dass die Raiffeisenbank 65 000 Euro an Spenden für Vereine und gemeinnützige Organisation ausgeschüttet habe. 140 000 Euro seien beim Gewinnsparen angefallen. Für 25 Jahre Treue geehrt wurden Thomas Reichenberger, Rosemarie Ernst, Robert Kraus und Ralf Möstl, für 40 Jahre Anna-Elisabeth Stark, Josef Franz, Walter Göhl und Heinrich Schneider. In den Ruhestand wurden Gilbert Elert, Stradalova Bronislava, Silvia Gruber sowie Aufsichtsrat Franz Trißl verabschiedet. Geehrt wurden auch Informatiik-Kaufmann Daniel Lauterbach, die Bankkaufleute Alexander Strak und Nico Wolf, der Groß- und Außenhandelskaufmann Sandro Selch sowie der Mechaniker im Bau- und Landmaschinenhandwerk, Bernhard Gradl. Sie alle haben mit Erfolg ihre Abschlussprüfung abgelegt. Eine Auszeichnung erhielten auch Kathrina Konrad, Patrick Ernstberger und Tobias Grillmeier, die den "Bachelor of Arts" erfolgreich absolviert haben. In diesem Zusammenhang wies Wirth darauf hin, dass die Mitarbeiter der Raiffeisenbank in diesem Jahr nicht weniger als an 1166 Tagen auf Schulungen waren.
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