31.07.2017 - 20:10 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Schwarzarbeit: Wiederholungstäter aus dem Landkreis Hohe Geldstrafe

Dem Staat entgehen Steuern, den Sozialversicherungen Beiträge. Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Das bekommt der Geschäftsführer einer Firma aus dem Landkreis finanziell empfindlich zu spüren - zum wiederholten Mal.

Die Kontrolleure des Zolls werden immer wieder auch in der Region fündig, wenn es um die Aufdeckung von Schwarzarbeit geht. Bild: exb
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Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg mit Dienstort Weiden führten zu einem Strafbefehl, den das Amtsgericht Regensburg gegen den Geschäftsführer verhängte. Die Gesamtgeldstrafe lässt sich wohl nicht aus der Portokasse bezahlen: Auf 330 Tagessätze zu je 150 Euro hat das Gericht entschieden, also knapp 50 000 Euro.

Der Beschuldigte versäumte es demnach über einen Zeitraum von sieben Monaten, die in seinem Betrieb Beschäftigten ordnungsgemäß bei den für den Einzug von Sozialabgaben zuständigen Stellen anzumelden. Die Zollbeamten wiesen dem Geschäftsmann nach, dass er es in insgesamt sieben Fällen unterlassen hat, die auf die Löhne entfallenen Beiträge zu den Sozialversicherungen unter Angabe der tatsächlichen Bruttolöhne fristgerecht und vollständig abzuführen.

Der Schaden beläuft sich auf rund 30 000 Euro, für den der Geschäftsführer zusätzlich aufkommen muss. Er war bereits im November 2014 vom Amtsgericht Regensburg wegen unerlaubter Arbeitnehmerüberlassung zu einer Geldbuße in Höhe von 20 000 Euro verurteilt worden.

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