"Tag des Ausbildungsplatzes": Tuchfabrik Mehler sucht junge Kräfte - Textilberufe haben Zukunft
Azubis mit Aufstiegschancen

Ein Blick in das Innenleben der Tuchfabrik durfte nicht fehlen. Mit dabei waren (von links) Stefan Saalfrank (Geschäftsführer Agentur für Arbeit Weiden), Gerlinde Sollacher-Kraus (Geschäftsstellenleiterin Tirschenreuth), Firmenchef Paulus Mehler, Auszubildender Harald Michl, Heinz Bulowski (Arbeitgeber-Service) und Hubert Schabner (Personalchef). Bild: jr
Wirtschaft
Tirschenreuth
08.05.2012
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"Wir suchen Auszubildende als Produktveredler Textil. Wer bei uns erfolgreich lernt, wird übernommen und hat große Aufstiegschancen", sagte Paulus Mehler, Geschäftsführer der Tuchfabrik Mehler. Am "Tag des Ausbildungsplatzes" besuchte die Agentur für Arbeit die Tuchfabrik und warb für Ausbildungsplätze in der Textilbranche.

Stefan Saalfrank, Geschäftsführer der Weidener Agentur, freute sich, dass derzeit mehr Ausbildungsstellen als Bewerber zur Verfügung stehen. "Das Angebot der Unternehmer steht, jetzt sind junge Leute gefordert, diese Angebote auch anzunehmen." Der Ehrgeiz der Agentur sei es, alle angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzen.

Paulus Mehler stellte den Gästen sein Unternehmen vor, das 100 Mitarbeiter zählt, darunter drei Auszubildende. "Wir sind eine Ausnahmeerscheinung in vielfacher Hinsicht. Uns zeichnet Bodenständigkeit und Seriosität aus." Im Hause Mehler werde alles selbst gefertigt, die Pflege der Kundschaft nehme breiten Raum ein. "Wir haben etwa zehn Monate unserer Jahresproduktion auf Lager", sagte der Geschäftsführer. Nicht zuletzt deshalb ist derzeit ein Hochregallager auf über 1000 Quadratmetern in Bau.

"Wer bei uns lernt, wird in der Regel auch übernommen"

"Alles, was im Unternehmen verdient wird, bleibt auch im Unternehmen", hob Mehler hervor. "Unsere Firma hat sich ganz gut entwickelt, wir wachsen." So kamen vor einigen Jahren zwei Spinnereien in Brandenburg dazu. "Wir haben bei den dortigen Mitarbeitern den Lohn gleich um 20 Prozent angehoben", sagte Mehler. "Wer fleißig arbeitet, soll auch verdienen", umschrieb er sein soziales Verständnis. Den Vertretern der Arbeitsagentur zeigte Paulus Mehler einige Tuche aus der breiten Farbpalette: "Vielfalt wird bei uns großgeschrieben." Produziert werde ausschließlich in Deutschland. Rund ein Drittel gehe in den Export.

"Wer bei uns lernt, wird in der Regel auch übernommen", betonte Mehler. "Ein vernünftiger Quali sollte allerdings schon Voraussetzung sein." Wichtig sei, dass die Kandidaten Interesse am Ausbildungsberuf haben. Mehler verwies auf die geringe Fluktuation in seinem Unternehmen: "Wer einmal bei uns ist, der bleibt normalerweise auch", freute er sich über jahrzehntelang treue Mitarbeiter. Zum guten Ruf trage bei, dass die Tuchfabrik ein bodenständiges Unternehmen sei, dessen Ursprünge bis auf das Jahr 1644 zurückgehen.

Traditionell und modern

"Wer bei uns eine Ausbildung macht, hat große Chancen, Führungsaufgaben zu übernehmen", betonte der Geschäftsführer und stellte den Auszubildenden Harald Michl vor. Der befindet sich im letzten Ausbildungsjahr als Produktveredler und übernimmt in seiner Abteilung schon Leitungsaufgaben. "Unser Beruf hat Zukunft. Die jungen Leute sind Teil in einem alteingesessenen, modernen Unternehmen", bat Mehler um Bewerbungen, die auch vertraulich unter Telefon 09631/70220 entgegengenommen werden.

Technisches Verständnis

Die Ausbildungszeit für einen Produktveredler Textil beträgt drei Jahre und beinhaltet die Bereiche Färberei, Druckerei, Beschichtung und Appretur (Textilausrüstung). Die Mitarbeiter müssen verschiedene, meist computergesteuerte Maschinen und Anlagen betreuen. Sie rüsten diese aus und um, stellen Prozessparameter ein und kontrollieren die Veredelungsprozesse. Maschinelles Verständnis und ein Herz für Textilien sollten die Bewerber in jedem Fall mitbringen.
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