Zwei Stunden eher nach Hause
Tageswarnstreik als nächstes Druckmittel

Franz Kraus (links), Sabrina Feige und Günther Fiedler zeigen vor dem Hamm-Gebäude Flagge. Am Freitag gingen etwa 750 Mitarbeiter zwei Stunden früher nach Hause, beziehungsweise ins Wochenende. Sie verabschiedeten sich beim Vorbeifahren am Haupteingang mit lautem Hupen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Bild: Grüner
Wirtschaft
Tirschenreuth
19.01.2018
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Gewerkschaftssekretärin Sabrina Feige aus Amberg und die beiden Betriebsratsvorsitzenden Franz Kraus und Günther Fiedler von der Hamm AG präsentierten am Freitagmittag nur eine kleine Flagge mit dem Emblem der Industriegewerkschaft Metall (IGM) vor dem Haupteingang des Hamm-Verwaltungsgebäudes.

Von 900 Mitarbeitern gingen 750 zwei Stunden früher in den Feierabend. Beim zweiten Warnstreik machten sie ihren Unmut gegenüber den Arbeitgebervertretern, die bei der Verhandlungsrunde am Montag in Nürnberg kein akzeptables Angebot aus Sicht der IGM geliefert haben, auf ganz besondere Weise deutlich. Vor dem Haupteingang zum Hamm-Verwaltungsgebäude bildeten sie einen Autokorso und hupten lautstark. Sabrina Feige sagte, dass gestern in der Oberpfalz weit über 10 000 Beschäftigte zum Streik aufgerufen waren. Bis zu den Spät- oder Nachtschichten, wo die Kollegen ebenfalls dazu angehalten worden waren, die Arbeit eher niederzulegen, hatten sich die meisten solidarisch gezeigt und waren dem Aufruf gefolgt.

Am Donnerstag, 25. Januar geht die nächste Gesprächsrunde in München über die Bühne. Kommt wieder kein befriedigendes Angebot seitens der Arbeitgeber auf den Tisch, ruft die Gewerkschaft zum Tageswarnstreik auf. "Hamm ist dabei auf jeden Fall einer der möglichen Betriebe", sagte Feige gestern gegenüber Oberpfalz-Medien. Es stehe schon fest, wo das Streik-Zelt stehen werde. "Die Arbeitgeber sollten sich endlich bewegen. Wenn sie unsere deutlichen Signale richtig deuten, müssten sie doch sehen, dass wir bereits sind zu kämpfen."
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