13.12.2017 - 20:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

Imkerverein Eschenbach feiert Schutzheiligen mit Dankgottesdienst und gemütlichem Beisammensein "Vergelt’s Gott" mit Honig

Ein Bienenkorb ist das Attribut des heiligen Ambrosius: Worte des späteren Kirchenlehrers sollen süß wie Honig gewesen sein. Nach alter Tradition feiert der Imkerverein Eschenbach den Patronatstag seines Schutz- heiligen mit einem Dankgottesdienst und einem gemütlichen Beisammensein.

Mit einer Ehrenurkunde dankte Vorsitzender Anton Schönberger (links) bei der Ambrosiusfeier Wolfgang Dobmeier (von rechts) für 25-jährige Treue zum Imkerverein. Den vorangegangenen Festgottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons hatte Pressaths Pfarrer Edmund Prechtl zelebriert. Bild: gpa
von Georg PaulusProfil

Burkhardsreuth/Eschenbach. Adventlich geschmückt war die Pfarrkirche St. Jakob in Burkhardsreuth, in der der Pressather Stadtpfarrer Edmund Prechtl die Festmesse zelebrierte. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass Ambrosius einer vornehmen Familie entstammte und Taufbewerber war, also noch nicht der Kirche angehörte, als das Volk ihn schon als Bischof wollte.

"Von ihm können wir lernen, dass wir die Heilige Schrift als 'Lebensmittel' für unser Leben verstehen, um das Wort Gottes in uns zum Klingen zu bringen", betonte Prechtl. Ambrosius wurde ein vorbildlicher Seelsorger, immer mehr Menschen kamen mit ihren Alltagssorgen zu ihm. Der Stadtpfarrer forderte die Gläubigen auf, sich auch in dieser Hinsicht den Heiligen als Vorbild zu nehmen: "Offen zu werden für die Sorgen und Nöte der Menschen, dass wir merken, wo in unserer Umgebung einen der Schuh drückt, nicht nur süßsauer zu allem zu lächeln, sondern das Maul aufzumachen, wo die Botschaft des Evangeliums mit Füßen getreten wird."

"2017 sehr positiv"

Unterweisung im Glauben tue heute Not, betonte Prechtl: "Kinder wissen oft alles, halten aber die zwölf Apostel für eine Räuberbande. Da sollten wir Verkünder des Glaubens sein, Menschen, die ihren Glauben durch ihr Leben bezeugen. Lassen wir uns ganz vom Wort der Heiligen Schrift durchdringen, dass wir Jesus Christus, der in diesen Worten zu uns spricht, immer tiefer erkennen."

"2017 ist sehr positiv verlaufen, so viele gute Jahre nacheinander haben wir schon lange nicht mehr gehabt", stellte Anton Schönberger, der Vorsitzende des Imkervereins, fest. Zuvor hatte er im restlos gefüllten Gasthof Lober alle Bienenzüchter und ihre Ehefrauen sowie die Ehrenmitglieder begrüßt. Besonders herzliche Grüße galten Stadtpfarrer Edmund Prechtl für die Messfeier und seine Predigt. Als "Vergelt's Gott" gab's Honig. Schönberger freute sich auch, dass sein Vorgänger, Ehrenvorsitzender Hans Krapf, den Weg zu seinen Kollegen gefunden hatte. Besondere Grüße galten nicht zuletzt Veronika Baur-Schmelcher, der Bienensachverständigen im westlichen Landkreis Neustadt/WN.

Seit 25 Jahren Imker

Die weihnachtliche Bescherung musste heuer ausfallen. "Der Großhändler hat das Entgelt für unseren Honig noch nicht überwiesen, weil wir zwei Monate später geliefert haben", informierte Schönberger. Bevor sich alle den exzellenten Erzeugnissen der Lober-Küche widmeten, bedankte sich der Vorsitzende bei den Imkern für die gute Zusammenarbeit.

Seine letzte Amtshandlung des Jahres 2017 war eine Auszeichnung. Wolfgang Dobmeier, "jung gebliebener" Bienenzüchter, erhielt für 25-jährige Zugehörigkeit im Imkerverein die Ehrenurkunde des Bayerischen Imkerbunds. Allen Mitgliedern wünschte Schönberger abschließend auch für das Jahr 2018 gesunde Völker und außerdem "viele volle Honigeimer".

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