Polizeistatistik: Kriminalität in Trabitz ist rückläufig
Für Ordnungshüter wenig zu tun

Lokales
Trabitz
16.04.2013
0
0

Die "Insel der Glückseligkeit", von der Bürgermeister Dieter Klein bei der Gemeinderatssitzung augenzwinkernd sprach, ist Trabitz gewiss nicht. Doch die Kriminalstatistik 2012 der Polizeiinspektion Eschenbach gab durchaus Anlass zur Genugtuung. In allen drei Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Pressath war die Zahl der Straftaten gegenüber 2011 deutlich, in Schwarzenbach und Trabitz sogar um die Hälfte zurückgegangen.

Zwölf Straftaten (2011: 24) verzeichneten die Ordnungshüter in Trabitz, darunter drei einfache Diebstähle und je einen Fall von einfacher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rauschgiftkriminalität. Leicht rückläufig war auch die Zahl der Verkehrsunfälle im Gemeindegebiet: Sie sank von 34 auf 31. Allerdings gab es 2012 einen Verkehrstoten. Fünf Unfälle (2011: acht) wertete die Polizei als schwerwiegend, drei (2011: zwei) hatten Personenschäden zur Folge, dafür war bei keinem Unfall Alkohol im Spiel (2011: ein Unfall).

Neue Verordnung

Ferner gab Bürgermeister Klein zur Kenntnis, dass die Verwaltungsgemeinschaft im Auftrag der Gemeinde einen Entwurf für eine neue Hundehaltungsverordnung erarbeitet habe. Dies war notwendig geworden, weil ein Kläger die im Vorjahr verabschiedete, derzeit noch geltende Verordnung wegen mutmaßlicher Unvereinbarkeit mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs angefochten hatte (wir berichteten). Die Neufassung der Vorschrift wird dem Landratsamt und der Regierung zur Stellungnahme vorgelegt, voraussichtlich im Mai wird der Gemeinderat darüber beschließen.

Radwegekonzept

Einverstanden erklärten sich die Räte mit der Übernahme eines Gemeindeanteils von 3447 Euro an den Kosten für das Radwegekonzept, das für das Leader-Projekt "Kooperationsraum VierStädtedreieck" erarbeitet wurde. Für Beschilderung, Faltkarte, Infotafeln, Sitzgruppen und Wegematerial entfielen auf Trabitz 5945 Euro, wovon ein Teil aus Zuschussmittel des europäischen Leader-Strukturförderprogramms abgedeckt wird. Der von der Kommune zu übernehmende Restbetrag entspricht fast genau der im Haushalt 2013 reservierten Summe von 3500 Euro.

Wie schon der Pressather Stadtrat lehnte auch das Trabitzer "Kommunalparlament" einen Zuschuss an das Landestheater Oberpfalz ab. Bürgermeister und Räte unterstrichen, dass man die Bedeutung des Landestheaters keinesfalls gering achte. Für die Kulturförderung seien aber Landkreis und Bezirk die primären Ansprechpartner, wobei auch zu bedenken sei, dass der Landkreis seine Förderung zu einem Gutteil aus den Kreisumlagen der Kommunen leiste. "Die kreisangehörigen Gemeinden fördern also schon jetzt das Landestheater indirekt mit", stellte Bürgermeister Klein fest.

Auch die Stadt Weiden sei in der Pflicht, die allerdings ihre Unterstützung für die regionale Bühne von 73 000 auf 23 000 Euro heruntergefahren habe: "Und das, obwohl das Landestheater das Weidener Kulturprogramm nicht wenig bereichert hat."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.