Wolfgang Schinner feiert runden Geburtstag - "Was ich getan habe, habe ich gern getan"
Weiterer "Neunziger" in Trabitz

Lokales
Trabitz
22.04.2013
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Der Club der "Neunziger" ist eine erlesene Gemeinschaft: Nicht einmal zwei von 1000 Bundesbürgern treten Jahr für Jahr ins neunte Lebensjahrzehnt ein. Doch das wird dadurch ausgeglichen, dass die Schlange der Gratulanten dann umso länger ist. So war es auch bei Wolfgang Schinner.

Als er im Troglauer Hofcafé seinen 90. Geburtstag feierte, hieß es auch für Bürgermeister und Zeitungsschreiber: "Schlange stehen" zum Gratulieren. Das lag freilich nicht nur an der "runden Neun": Der humorvolle, gesellige und rüstige Jubilar gehörte in seiner Heimatgemeinde jahrzehntelang zu den "Aktivposten" in einem halben Dutzend Vereine.

Vor allem die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Burkhardsreuth lag dem Kriegsteilnehmer am Herzen. 19 Jahre lang verwaltete er deren Finanzen und kümmerte sich 16 Jahre lang um den "Schreibkram". Daneben kannte man den gelernten Bankkaufmann von 1971 bis 1998 als ersten Vorstand der Raiffeisenbank Trabitz-Kastl.

Aufsichts- und Betriebsrat

Obendrein war Wolfgang Schinner in vielen Trabitzer Haushalten vier Jahrzehnte lang als faire und kompetente "Ein-Mann-Versicherungsagentur" ein gerngesehener Besucher. Ebenso lange war er bei der Firma Leistritz tätig.
Dort begnügte sich der langjährige Handlungsbevollmächtigte im kaufmännischen Bereich nie mit dem bloßen Broterwerb, sondern engagierte sich auch als Aufsichtsrats- oder Betriebsratsmitglied, Schwerbehindertenbetreuer und in einigen weiteren Ämtern.Einen Großteil der Freizeit, die ihm Beruf, Familie und Vereine beließen, widmete der Trabitzer einem eher außergewöhnlichen Hobby: der Geschichte seines Heimatorts. Viel Freude bereiten ihm außerdem seine vier Enkel.Seiner Frau Therese, mit der Wolfgang Schinner 1950 einen 52 Jahre währenden Ehebund schloss, und seiner Tochter Martina war es leider nicht mehr vergönnt, den hohen Ehrentag mitzufeiern. Doch Sohn Wolfgang mit Familie sowie Verwandte und Freunde in großer Zahl sorgten für ein stimmungsvolles Fest.

Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Dieter Klein, der Wolfgang Schinners vielseitige ehrenamtliche Arbeit hervorhob. Die lakonische Replik des Jubilars: "Was ich getan habe, habe ich gern getan, und es tut mir nur leid, dass ich vieles jetzt nicht mehr so tun kann wie früher."
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