Bebauungsplan für Baugebiet "Am Bühl"
Bauen am Bühl

Der Markierungspfosten deutet es an: Auf dem Kirschbaumacker wird ein neues Baugebiet abgesteckt. Bild: bjp
Politik
Trabitz
17.05.2017
28
0

Die Bebauungsplanung für das neue Baugebiet "Am Bühl" in Preißach nimmt eine weitere Etappe. Der Gemeinderat berücksichtigt die Ergebnisse der ersten Fachstellen- und Bürgeranhörung.

(bjp) Vor allem auf die Belange der Preißacher Bauern galt es Rücksicht zu nehmen: Dies mahnten ein Landwirt, dessen Grund von Norden her an die geplante Siedlung angrenzt, sowie das Landwirtschaftsamt Weiden und das Landratsamt an. Die beiden Behörden wiesen außerdem auf Staub- und Lärmimmissionen als Begleiterscheinung agrarischer Bewirtschaftung hin. Um diesen Einwänden abzuhelfen, wurden der Parzellenzuschnitt geändert und das Areal als "Dorfgebiet" klassifiziert.

Die Immissionsgrenzwerte für ein derartiges "Mischgebiet" blieben gewahrt, hielten Ingenieur Michael Wagner vom Planungsbüro Schultes und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk unter Berufung auf ein Umweltgutachten fest. Überdies sicherten die Gemeindevertreter dem direkt betroffenen Landwirt zu, dass der am Nordrand des Baugebiets vorgesehene Heckenstreifen mindestens 1,5 Meter Abstand zu seiner Grundstücksgrenze halten und eine Wuchshöhe von zwei Metern nicht überschreiten werde.

Nichts ändern will die Gemeinde an der weitgehenden Freigabe von Firstrichtungen und Häusergestaltung: Auch weiterhin sollen "alle gängigen Bauformen" gestattet bleiben. Akzeptieren mussten Gemeinderat und Bürgermeisterin, dass die Erschließungsstraße nicht durch einen Wendehammer abgeschlossen werden kann. "Dieser müsste einen Mindestdurchmesser einhalten, der mindestens eine der westlichsten Parzellen derart verkleinern würde, dass sie nicht mehr bebauungsgeeignet wäre. Die Folge wäre, dass statt sechs nur fünf oder sogar vier Baugrundstücke übrig blieben", gab Ingenieur Wagner zu bedenken.

Stellung nehmen mussten Planer und Gemeinderäte zu einem Einwand des Landwirtschaftsamts, wonach es den Zielen der Regionalplanung entspräche, nicht neue Baugebiete auszuweisen, sondern Baulücken in den Orten auszufüllen. Michael Wagner und Carmen Pepiuk räumten ein, dass im Gemeindegebiet 15 Baulücken bestünden. Diese seien jedoch durchweg in Privatbesitz, so dass die Gemeinde nicht unmittelbar darüber verfügen könne.

Die Bürgermeisterin kündigte an, dass Fachstellen und Öffentlichkeit Gelegenheit erhalten werden, auch den geänderten Planentwurf einzusehen und sich dazu zu äußern. Neues Bauland wird es bald auch im Ort Trabitz geben, wo die Gemeinde auf dem Kirschbaumacker gegenüber der Heindlweihersiedlung mindestens zehn Grundstücke ausweisen will. Der Grunderwerb sei vollzogen, als nächster Schritt stehe die "frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung" bevor, stellten Carmen Pepiuk und Michael Wagner in Aussicht. Hierfür gab der Gemeinderat einstimmig grünes Licht. Die Räte begrüßten, dass der ortsbildprägende Ahornbaum an der Hauptstraße erhalten bleiben und in die Baugebietsplanung einbezogen wird.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.