01.03.2018 - 20:00 Uhr
Trabitz

Florian Schroll informiert Bürger zum Nahmwärmenetz in Trabitz Im Notfall Heizmobile

Ein Nahwärmenetz werde von vornherein so geplant, dass jedes angeschlossene Gebäude verlässlich mit der benötigten Heizwärmekapazität versorgt werde, betonte Florian Schroll von der "Enerpipe GmbH" beim Nahwärmenetz-Informationsabend (wir berichteten). Doch welche Kosten kämen bei einem Anschluss auf den Hauseigentümer zu? Der Nutzer, erklärte Schroll, erwerbe je nach endgültiger Organisationsstruktur des Netzbetreibers einen Genossenschaftsanteil oder entrichte ein einmaliges oder monatliches Anschlussentgelt.

"Enerpipe"-Projektberater Florian Schroll erläutert Details. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Abgegolten seien damit der Bau der Hauptleitung und der Hausanschlussleitung sowie die neue "Pufferübergabetechnik" im Haus, an die der Hauseigentümer dann in eigener Verantwortung sein hausinternes Heizleitungssystem anschließe. Ein bisher genutzter Öl- oder Gaskessel könne als bloßer Notkessel in das System eingebunden werden, um für etwaige Störungen im Nahwärmenetz gerüstet zu sein. Der Wärmelieferant gehe aber eine Liefergarantie ein, die ihn verpflichte, die bestmöglichen technischen Vorkehrungen für eine beständige Wärmeversorgung zu treffen: "Im Extremfall müssen Heizmobile eingesetzt werden."

Nicht "entsorgen" müsse man einen bestehenden Trinkwasserspeicher: "Auch der kann aus dem Pufferspeicher beheizt werden." Ein guter Pufferspeicher einer vorhandenen Solaranlage könne gleichfalls integriert werden. Schroll merkte noch an, dass die Heißwasserleitungen zwischen der Biogasanlage und dem Ort wirksam gedämmt würden: "Das Heizwasser, das die Anlage in Blankenmühle mit 80 Grad verlässt, kommt in Trabitz mit etwa 77 Grad an." Das STS-Biogaswerk werde wegen der Versorgung des Wärmenetzes nicht mehr Biomasse verbrauchen, weil dafür die ohnehin bei der Stromerzeugung anfallende Wärme verwertet werde.

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