03.07.2017 - 20:10 Uhr
TrabitzOberpfalz

Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde sinkt CSU zieht positive Bilanz

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde wird heuer von rund 295 auf 241 Euro fallen. Diese günstige Prognose von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Halbjahresbilanz des Trabitzer CSU-Ortsverbands kommentiert ein Zuhörer augenzwinkernd: "Da bekommen wir ja bald noch etwas ausgezahlt."

Zurückgestellt haben Gemeinde und Wehr die Sanierung des Burkhardsreuther Feuerwehrhauses, informierte Carmen Pepiuk in ihrer "Halbzeitbilanz". Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Ausführlich ging Pepiuk im Gasthof Lober auf Fragen aus der Besucherrunde ein. Besorgt äußerte sich Martin Deubzer zum Thema "Stromtrasse": Nach seiner Kenntnis stehe eine westliche Trassenführung, die auch Trabitzer Gebiet queren würde, an zweiter Stelle hinter der zurzeit favorisierten Waldnaabtal-Linie. Die Bürgermeisterin erwiderte, dass "eine Entscheidung noch in weiter Ferne" liege und die Diskussion in vollem Gang sei, zumal der Streit "Erdkabel oder Masten" erneut aufgeflammt sei.

Deubzer appellierte an die Gemeindeverantwortlichen, weiterhin auf der Hut zu sein: "Im östlichen Landkreis artikuliert sich der Widerstand stärker als in unserer Gegend, und wenn das so bleibt, könnten sich die Präferenzen der Trassenplaner plötzlich ändern und wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden." So einfach sei es nicht, beruhigte Pepiuk und unterstrich, dass die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft ihre Vorbehalte deutlich gemacht hätten und dies weiter tun würden.

Ein Bürger wollte wissen, ab wann die neuen Baugrundstücke "am Bühl" in Preißach zum Kauf anstünden. Die Bürgermeisterin informierte, dass die Gemeinde zum Jahreswechsel mit dem Verkauf beginnen werde. Ab Juli 2018 dürften die Parzellen "baureif" sein. Auf Klagen Erwin Heys und Heinrich Bauers über die nach ihrer Einschätzung nicht überall ausreichende Sinkkasten-Sauberhaltung und Straßengraben-Pflege entgegnete Pepiuk, dass diese Arbeiten an Fremdfirmen vergeben seien. Bei Bedarf werde auch der gemeindliche Bauhof tätig: "Ein Anruf genügt, und das Nötige wird veranlasst." Schließlich ließ sie noch wissen, dass der Plan einer Feuerwehrhausmodernisierung in Burkhardsreuth in Absprache mit den Verantwortlichen der Wehr zurückgestellt worden sei, da Kosten und Nutzen einer Generalrenovierung des 50 Jahre alten Baues in keinem angemessenen Verhältnis stünden: "Mit großem finanziellem Aufwand hätte man keine langfristig befriedigende Lösung erreicht." Vorerst belasse man es bei Änderungen wie der Auslagerung der Schlauchwäsche nach Pressath.

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