63 Jahre lang keine Schule mehr
Ehemalige Klassenkameraden treffen sich in Burkhardsreuth

In Burkhardsreuth kamen sie zusammen, die Schüler des Jahrgangs 1939/1940. Bild: exb
Vermischtes
Trabitz
13.10.2017
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Burkhardsreuth. Vor mittlerweile über 60 Jahren haben sich die Wege von 66 Entlassschülern der Geburtsjahrgänge 1939 und 1940 der ehemaligen Volksschule Burkhardsreuth getrennt. Der damalige Schulsprengel umfasste 16 Orte der einstigen Gemeinden Preißach, Pichlberg, Feilersdorf und Filchendorf. In der unmittelbaren Nachkriegszeit gab es in den überwiegend ländlichen Gemeinden für die Jugendlichen dieser Jahrgänge kaum eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz, so dass es viele von ihnen in die Ferne zog - bis ins Ruhrgebiet, ins Saarland und in die Schweiz.

Bei der letzten Zusammenkunft vor fünf Jahren hatte man zwar beschlossen, sich künftig öfter zu treffen, was dann aber doch nicht klappte. Es wurde also höchste Zeit für ein Wiedersehen in Burkhardsreuth.

Horst Scheiner aus Etzenricht hatte die Organisation übernommen und für zwei Tage ein Programm zusammengestellt. So trafen sich 30 der ehemaligen Schulabsolventen und einige ihrer Partner zum Kaffeetrinken im Burkhardsreuther Gasthaus. Im dortigen Lober-Saal befand sich in der Nachkriegszeit, wegen der damals zugezogenen Flüchtlingskinder ein provisorischer Schulsaal, in dem neben Unterricht auch Kino-, Theater- und Tanzveranstaltungen stattfanden. Anschließend begaben sich die "Ehemaligen" auf Einladung des ehemaligen Lehrers Josef Bauer in das mittlerweile leerstehende Schulhaus, wo er in einem Klassenzimmer ein Museum eingerichtet hat, - mit alten Schulbänken, Schautafeln, Lesefibeln, Heften und Zeugnissen.

Danach wurde am ehemaligen Sportplatz noch ein Gruppenfoto gemacht, bevor sich die ehemaligen Klassenkameraden in der Pfarrkirche zu einer Andacht für die verstorbenen Seelsorger, Lehrer und Schulkameraden einfanden. Nach einem Abendessen wurden noch Klassenfotos von früheren Schülertreffen angeschaut und Lieder aus der einstigen Schulzeit gesungen, die von Julianne Volkert auf der Gitarre begleitet wurden.

Am Sonntag trafen sich die zum Teil von weit her angereisten Mitschüler nochmals, um am Gottesdienst und anschließenden Frühschoppen teilzunehmen. Dann traten alle wieder die Heimreise an.
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