Bürgermeisterin Carmen Pepiuk macht ihrem Ärger Luft
Badvorleger durchs Klo

Bei der Bürgerversammlung stellte sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Fragen der Einwohner. Bild: bjp
Vermischtes
Trabitz
16.12.2016
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Ein Ärgernis sei die Verunreinigung der Abwasserentsorgungsanlagen, beklagte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Bürgerversammlung in Zessau: "Es ist kaum zu glauben, was alles über die Toiletten entsorgt wird - sogar Badvorleger und Hausschuhe."

Kostspielige Reinigungen und Pumpenreparaturen sind die Folge. "Zwei Pumpen mussten sogar ausgetauscht werden - eine neue Pumpe kostet 4000, eine Reinigung immer noch 700 Euro. Letztlich gehen solche ärgerlichen Ausgaben auf Kosten aller Bürger." Aufgrund gesetzlicher Anforderungen habe die Gemeinde ferner die Mischwasserkanäle in mehreren Ortsteilen auf ihren Zustand untersucht. Ab Frühjahr 2017 erhalte die Gemeindeverbindungsstraße Drahthammer-Grünbach einen neuen Oberbau. Weiterhin angestrebt sei eine energetische Sanierung des Kindergartens, für die ein Zuschuss aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes verfügbar wäre. Noch seien aber Einzelheiten mit der Diözese zu klären, zumal sich durch die Einbeziehung der Pfarrei Burkhardsreuth in die Seelsorgegemeinschaft Pressath neue kirchenrechtliche Rahmenbedingungen ergeben hätten.

Ohne einen Schuss Statistik ging es auch bei dieser Bürgerversammlung nicht: Mit 605 000 Euro Rücklagen bei 379 000 Euro Verbindlichkeiten sei es finanziell gut um die Gemeinde Trabitz bestellt. Mit 293 Euro betrage die Pro-Kopf-Verschuldung weniger als die Hälfte des Landesdurchschnitts vergleichbarer Gemeinden. Die Einwohnerzahl sei mit 1294 Erst- und 71 Zweitwohnsitznehmern stabil, Geburten und Sterbefälle hätten sich mit je zwölf die Waage gehalten. In der abschließenden Diskussion wies ein Bürger darauf hin, dass die Straßenbeleuchtung in der Weihersberger Eichenallee teilweise zugewachsen sei. Die Bürgermeisterin entgegnete, dass die Verwaltung bereits Ausputzarbeiten in Auftrag gegeben habe.

Auf die Klage zweier Bürger, dass in der Waldstraße und der Paul-Leistritz-Straße zu schnell gefahren werde, erwiderte Pepiuk, dass zurzeit geprüft werde, wie man hier Abhilfe schaffen könne. Weitere Beschwerden betrafen Schäden an einem Sträßchen unterhalb des Judenbergs, das laut Pepiuk für 2017 zur Reparatur vorgemerkt wird, und die mangelhafte Ausführung von Bau- und Instandsetzungsarbeiten im Zuge der Telefonnetzmodernisierung in Grub.

Hierzu hielt die Bürgermeisterin fest, dass die Verwaltung derartige Hinweise bei der Endabnahme der Bauarbeiten vortragen und eine Nachbesserung fordern werde. Träten Mängel und Schäden erst später zutage, greife eine Gewährleistungspflicht. Zu der von einem Zessauer angemahnten Befestigung des Hanges beim Anwesen Stephan Müller merkte Pepiuk an, dass dieser baldmöglichst abgesichert werden solle.
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