Für ein engmaschiges Netzwerk
Bauernverbands-Ortsgruppen wählen Vertreter

Klaus Gieler und Gerhard Walter (von rechts) von der Bauernverbands-Kreisgeschäftsstelle Weiden leiteten die Ortsobleute-Wahlen für die Ortsverbände in der Stadt Neustadt am Kulm und der Gemeinde Trabitz. Bild: bjp
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Trabitz
16.12.2016
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"In reibungslosen Wahlgängen hat jeder Ortsverband eine Vertretung berufen." In die Aussage von Gerhard Walter zu den Vorstandsneuwahlen der Trabitzer und "Kulmstädter" Bauernverbands-Ortsgruppen mischte sich vor allem eines: Erleichterung.

Burkhardsreuth. Walter, der dem Weiden-Neustädter Kreisvorstand des Bayerischen Bauernverbands (BBV) angehört, weiß aus Erfahrung: Auch bei der "Landwirte-Gewerkschaft" sind Bewerber um ehrenamtliche Leitungsposten nicht mehr dicht gesät. Einer der Hauptgründe ist die rückläufige Mitgliederzahl vieler Ortsverbände. Deshalb, aber auch aus Zweckmäßigkeitserwägungen gibt es im BBV-Kreisverband Weiden/Neustadt bereits Ortsobleute, die in Personalunion mehrere örtliche Sektionen leiten.

"Diskussionen über eine Strukturreform werden im Bauernverband durchaus geführt", wusste Klaus Gieler, Fachreferent bei der Weidener BBV-Geschäftsstelle. Jedoch sei es laut der Verbandssatzung allein Sache der Ortsverbände, über Kooperationen oder Fusionen zu entscheiden. Ein engmaschiges Netz örtlicher Amtsträger bleibe in jedem Fall ein Anliegen des Verbands: "Die Ortsobleute und Ortsbäuerinnen sind für uns von essenzieller Bedeutung."

Dies betreffe nicht nur die Kommunikation "in beiden Richtungen" zwischen Basis und höheren Verbandsebenen, unterstrich Gieler. Ohne die ortskundigen Ehrenamtlichen könnte der BBV die ihm als Körperschaft des öffentlichen Rechts obliegenden Einspruchsrechte weniger wirksam wahrnehmen. "Ein Mitspracherecht hat unser Verband vor allem bei geplanten Verkäufen land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen, die mindestens zwei Hektar groß sind", erläuterte der Fachberater.

Dies solle die Zweckentfremdung landwirtschaftlicher Grundflächen, deren Missbrauch als Spekulationsobjekte und eine "ungesunde Verteilung von Grund und Boden" tunlichst verhindern. Zwar übe der BBV-Kreisverband dieses Mitspracherecht aus: "Aber dazu ist uns die Ortskenntnis der lokalen Verbände wertvoll, denn wie ein potenzieller Bodenkäufer einzuschätzen ist, weiß man im Ortsverband oft zuverlässiger als wir und unsere Ansprechpartner bei Landwirtschafts- oder Landratsamt."

Gegebenenfalls könne der Bauernverband sein Veto gegen den Verkauf einlegen und ein Vorkaufsrecht beanspruchen, so dass die "BBV-Landsiedlung" die Grundfläche an einen aktiven Landwirt veräußern könne. Zweimal im Jahr würden die Obmänner und Obfrauen bei den regionalen Ortsobleute-Versammlungen über agrarpolitische Entwicklungen informiert.

Neue OrtsobleuteZu Ortsobleuten für die Ortsverbände (OV) des Bayerischen Bauernverbands (BBV) in Neustadt am Kulm und Trabitz wurden gewählt:

OV Filchendorf: Emil Bauer, Stellvertreter Albert Mayer (beide wie bisher).

OV Mockersdorf: Barbara Ziegler (wie bisher), Stellvertreter Stefan Ziegler (bisher vakant),

OV Neustadt am Kulm: Klaus Kopp, Stellvertreter Wolfgang Schäffler (beide wie bisher).

OV Feilersdorf und Preißach: Renate Ackermann (bisher Elisabeth Schreglmann), kein Stellvertreter (wie bisher).

OV Weihersberg: Johann Rupprecht (wie bisher), Stellvertreter Klaus Schraml (bisher Eduard Lober). (bjp)
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