Für Kinder Jahresurlaub geopfert
Eltern gestalten Kindergarten neu

Nicht nur dem Sandkasten tat eine Runderneuerung gut: In 250 freiwilligen Arbeitsstunden brachten die Familien der Kindergartenkinder das Umfeld der Trabitzer Tagesstätte auf Vordermann. Bild: bjp
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Trabitz
15.09.2017
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In die katholische Kindertagesstätte in Trabitz ist seit dieser Woche wieder der Alltag zurückgekehrt. Doch nicht alles ist so, wie es vor den Sommerferien war.

Die "Früchte" von 250 freiwilligen Arbeitsstunden in den Sommerferien können sich sehen lassen: Ein frischer Anstrich ziert den Zaun, Spielgeräte und Terrasse wurden auf Vordermann gebracht. "Die Eltern hatten vor den Ferien eine Runderneuerung des Kindergartenumfelds angeregt", blickte Leiterin Johanna Sulzbacher zurück.

Daraufhin machten sich Leitung, Personal und Elternvertreter daran, eine Liste der notwendigsten Arbeiten für die Kirchenverwaltung zu erstellen: "Dort haben wir gleich ein offenes Ohr gefunden, und uns wurde ein solides Startkapital zugesagt." An helfenden Händen habe es nicht gefehlt: "Eigentlich hatten wir zuerst an einen Arbeitseinsatz für Väter gedacht, aber die Mütter und auch andere Familienangehörige wollten keineswegs zurückstehen", erzählte Elternbeiratsmitglied Stefanie Henfling. Um die 20 Helfer haben mit Hand angelegt, und nicht wenige haben dafür einen Gutteil ihres Jahresurlaubs geopfert", ergänzt Johanna Sulzbacher. Wo es an Zeit oder handwerklicher Beschlagenheit gemangelt habe, hätten sich Familien mit Brotzeit- oder Materialspenden beteiligt: "Man hat gesehen, welchen Stellenwert der Kindergarten bei den Familien hat und wie sehr der Gemeinsinn wieder im Aufwind ist."

Am aufwendigsten sei das Reinigen und Streichen des Zauns gewesen, außerdem habe man den Sandkasten neu aufgebaut, Stoßdämpfreifen für die Wippe in den Boden eingelassen, am Baumhaus einen neuen Handlauf befestigt, die Schaukel demontiert und die Holzterrasse komplett erneuert. "Hierfür hat uns Holz-Dippel aus Pressath die Bretter gespendet", berichtete Sulzbacher dankbar.

Zu tun bleibe freilich auch nach diesem rund dreiwöchigen gemeinsamen "Kraftakt" noch manches, bilanziert Henfling: "Im Laufe der Arbeiten ist uns noch das Eine oder Andere aufgefallen, das wir bei anderer Gelegenheit auffrischen oder überholen wollen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben." So bald wie möglich solle der Kindergartenspielplatz auch wieder eine Schaukel erhalten.
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