Generationen füreinander da

Damit das Leben so lange wie möglich selbstbestimmt bleibt: Im Preißacher Schützenheim informierten Geschäftsführerin Elisabeth Gottsche und zweiter Vorsitzender Dieter Klein über die Aufgaben der Seniorengenossenschaft "GeHiH". Bild: bjp
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Trabitz
25.08.2017
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Eine Marktlücke hat die Seniorengenossenschaft "Generationen Hand in Hand" (GeHiH) in den zehn Gemeinden des westlichen Landkreises Neustadt gefüllt.

Preißach. Davon zeugen nicht nur 235 Mitglieder, sondern auch die rund 50 Besucher des Informationsnachmittags: Das Katholische Landvolk Burkhardsreuth hatte Elisabeth Gottsche als Referentin ins Preißacher Schützenheim eingeladen.

"In jedem von uns steckt eine Fähigkeit, die wir zum Nutzen anderer einbringen können", brachte die GeHiH-Geschäftsführerin das Funktionsprinzip der "solidarischen Selbsthilfegemeinschaft" auf den Punkt. Im Sinne einer "erweiterten Nachbarschaftshilfe", so Gottsche, sorgten die Mitglieder "füreinander mit Arbeiten, die sie selbst verrichten können". Diese gegenseitige solidarische Unterstützung solle ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten häuslichen Umfeld vor allem in jener "Grauzonen"-Lebensphase erleichtern, in der die körperlichen und geistigen Fähigkeiten nachzulassen begännen, jedoch noch keine Pflegebedürftigkeit gegeben sei.

Damit dies gelinge, seien Mitglieder aus allen Generationen willkommen, betonten Elisabeth Gottsche und GeHiH-Vizevorsitzender Dieter Klein: "Wer selbst noch keine Hilfe braucht, kann allemal anderen helfen." Auch sollten jüngere Menschen bedenken, dass in jedem Alter überraschend Hilfsbedürftigkeit als Folge von Krankheit oder Unfällen eintreten könne. Die GeHiH-Mitgliedschaft stehe jedem ab 14 Jahren offen: "Unser jüngstes Mitglied ist 16 Jahre alt." In der Regel werde ein Jahresbeitrag von 30 Euro für Einzelpersonen oder 45 Euro für Ehepaare erhoben, für Schüler, Auszubildende und Studenten sei die Mitgliedschaft kostenfrei.

Die Dienstleistungen würden bei der Geschäftsstelle im alten Eschenbacher Landratsamt angefordert, das Spektrum umfasse handwerkliche Hilfen, Schreibarbeiten, Besorgungen und Begleitungen, Hilfestellungen beim Umgang mit Computer oder Handy. Acht Euro pro Stunde zahle der Leistungsempfänger an die GeHiH: "Davon gehen sechs Euro an den Helfer, der sich das Geld auszahlen lassen oder seine Arbeitszeit auf ein Zeitkonto gutschreiben lassen kann, um selbst Hilfeleistungen in Anspruch nehmen zu können. Von den übrigen zwei Euro bezahlt der Verein eine Versicherung für die Hilfeleistenden und deckt seine übrigen laufenden Ausgaben", präzisierte Gottsche. Bei Fahrdiensten kämen 20 Cent je Kilometer als "Benzingeld" hinzu. Sie wies außerdem auf die regelmäßigen Mitgliedertreffen hin, die das Entstehen einer echten Gemeinschaft fördern sollen. Das nächste Treffen ist am 27. September ab 19 Uhr im Vorbacher Gemeindezentrum als "musikalischer Abend" geplant.

In jedem von uns steckt eine Fähigkeit, die wir zum Nutzen anderer einbringen können.GeHiH-Geschäftsführerin Elisabeth Gottsche
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