17.01.2018 - 20:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

Hauptversammlung der Feuerwehr Zessauu-Weiherhsberg Eilf Einsätze, zwölf Leistungsabzeichen

Elf Einsätze mit gut 120 Einsatzstunden: Öfter als im Vorjahr, das schon als Rekordjahr gegolten hatte, mussten die "Floriane" aus Zessau und Weihersberg ausrücken. "Das Einsatzaufkommen und vor allem die Zahl der tagsüber zu leistenden Einsätze ist merklich gewachsen", konstatierte Kommandant Markus Eichermüller.

Umfangreich fielen die Berichte von zweitem Vorsitzenden Markus Dötsch, Kommandanten Markus Eichermüller und GbR-Beauftragter Katrin Heinlein (von rechts) zur Hauptversammlung der Feuerwehr Zessau-Weihersberg aus. Bilder: bjp (2)
von Bernhard PiegsaProfil

Zessau. An Bedeutung zugenommen haben nach Eichermüllers Bilanz in der Hauptversammlung der Feuerwehr Zessau-Weihersberg auch die "Sicherheitswachen und sonstigen Tätigkeiten". Besonders "heiß" ging es am 23. Januar zu, als die Rothelme gleich zweimal alarmiert wurden: vormittags zur Verkehrsabsicherung und zu Aufräumarbeiten nach einem Unfall zweier Lkw bei Gänsmühle und abends zu einem glücklicherweise unspektakulären Brand auf dem früheren Faurecia-Gelände in Trabitz. Schnell abgehakt war auch ein Feueralarm aus Weihersberg am 16. Juli: "Als wir zu dem betroffenen Nebengebäude kamen, war das Feuer schon gelöscht."

Im November schließlich, sagte Kommandant Eichermüller, sei die Löschgruppe zu einem angeblich brennenden Lkw bei Zintlhammer beordert worden: "Tatsächlich waren allerdings Betriebsstoffe ausgelaufen." Weitere Einsätze betrafen die Beseitigung von Ölspuren, außerdem waren Absicherungs- oder Wachdienste bei Veranstaltungen, einer Prozession und einem Feuerwerk zu leisten. Im September habe man an der gemeinsamen Brandschutzwochenübung der Trabitzer Wehren in Feilersdorf teilgenommen, im November bei einer Einsatzübung auf dem Ziegler-Gelände in Döllnitz das Vorgehen beim Brand eines Industriegebäudes durchexerziert. Obendrein habe die zweitgrößte Trabitzer Feuerwehr im August nach 16-jähriger Pause wieder eine Leistungsabzeichen-Prüfung organisiert: "Nach drei Monaten intensiver, aber auch vergnüglicher Schulung, für die wir uns meist zweimal pro Woche trafen, haben alle zwölf Teilnehmer, unter denen ein Gast aus Pressath war, mit Bravour bestanden", freute sich Markus Eichermüller. Für die regulären monatlichen Übungen wünschte er sich eine etwas regere Beteiligung. Glückwünsche gab es für Julia Gass und Michael Laugensteiner, die die letzten beiden Basismodule der "Modularen Truppausbildung" (MTA) absolvierten und in den Dienstgrad "Feuerwehrmann" befördert wurden. So weit sei bald auch Christian Laugensteiner, dem nur noch das "Funkmodul" fehle.

Für das Feuerwehrhaus sei ein elektrischer Torantrieb installiert worden, im neuen Jahr stehe die Fertigstellung der Tanklager auf der Tagesordnung, gab der Kommandant ferner zur Kenntnis. Auch abseits des "Dienstbetriebs" waren die Spritzen-Meister nicht müßig, wie zweiter Vorsitzender Markus Dötsch berichtete: Gemeinsam mit den "Eichenlaub"-Schützen organisierten sie im Juni das vielbesuchte zweitägige Backofenfest in Weihersberg und zogen am 2. Oktober zu Fuß von Zessau nach Trabitz, um von den Burkhardsreuther Kameraden die Übernahme der Patenschaft für die 125-Jahr-Feier mit Fahnensegnung in Zessau zu erbitten: "Das Patenbitten war ein gelungener, lustiger Abend."

Die neue Vereinsfahne werde im August, rechtzeitig vor dem Festwochenende am 8. und 9. September, geliefert, kündigte Dötsch an. Die Fahnensegnung finde am Samstagabend statt, für den Sonntag seien ein Frühschoppen, ein nachmittägliches "Rahmenprogramm für Groß und Klein" und ein Ehrenabend vorgesehen.

Letztmals Lumpenball

Zufriedenstellend fiel auch Katrin Heinleins Bilanz der für das Zessauer Gemeinschaftshaus und die zahlreichen gemeinsamen Vereinsveranstaltungen zuständigen "Schützen/Feuerwehr GbR" aus. Besonders erfreulich seien die vielen privaten Buchungen. Auch für Kurse, Tagungen und den Feuerwehrjugend-Wissenstest werde das Gebäude gern genutzt. Hinter den Erwartungen sei allerdings die Zahl der Lumpenballbesucher zurückgeblieben, weshalb die traditionsreiche Faschingsveranstaltung am 3. Februar letztmals stattfinde.

Weitere fest eingeplante Veranstaltungen seien "Zoigl mit Musik" am Samstag, 7. April, das Maibaumfest, das Johannisfeuer, die Schützenkönigsfeier, eine Nikolausfeier und der besinnliche Adventsabend. Den Dank der Gemeinde für "euren freiwilligen Dienst für Sicherheit und Leben", aber auch für die Arbeit als "Feierwehr", die mit ihren Veranstaltungen das gesellschaftliche Leben bereichere, überbrachte dritter Bürgermeister Albert Lober. Mit 30 erwachsenen Aktiven und zwei Anwärtern ist die aktive Wehr laut Eichermüller so mitgliederstark wie im Vorjahr, die Gesamtzahl der Mitglieder bezifferte Vizevorsitzender Markus Dötsch auf 138.

Neu aufgenommen wurden Andrea und Katrin Reindl sowie Markus Preißinger. Schließlich informierte Eichermüller, dass es bei ausreichendem Interesse wieder eine Leistungsabzeichen-Prüfung gebe: "Es lohnt sich unbedingt, denn diese Prüfung ist inzwischen sehr praxis- und einsatzbezogen und gehört auch verpflichtend zu der für den Feuerwehrdienst grundlegenden modularen Truppausbildung." (bjp)

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