25.04.2017 - 20:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

Meierhof-Sanierung: Teil des bayerischen Strukturfonds Kriterien für Härtefonds erfüllt

Gemeinsam handeln - mehr erreichen: Mit Erfolg setzten sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, Landtagsmitglied Tobias Reiß und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht bei Innenminister Joachim Herrmann für eine Aufnahme der Meierhof-Sanierung in den bayerischen Struktur- und Härtefonds ein.

Auf ihren Erfolg können Tobias Reiß, Carmen Pepiuk und Albert Rupprecht stolz sein: Für die "Memory"-Sanierung, die im August beginnen soll, erreichten sie gemeinsam die Aufstockung der Städtebaufördergelder auf 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Die 60-prozentige Regelförderung des Städtebauförderprogramms "Kleinere Städte und Gemeinden" wird um einen Härtefondszuschuss von 20 Prozent aufgestockt. "Die Schließung des Faurecia-Werks als größter Arbeitgeber hat die Gemeinde Trabitz ähnlich hart getroffen wie der Zusammenbruch der Porzellan- und Bleikristallindustrie einst die Stadt Windischeschenbach", urteilte Reiß bei einem Ortstermin mit Pepiuk und Rupprecht in Trabitz.

Diese Einschätzung teilte auch der Innenminister. In einem Schreiben an Tobias Reiß ließ Herrmann wissen, dass Trabitz die Voraussetzungen für eine Aufnahme in den Sonderfonds des Freistaats erfülle: "Diese Kriterien umfassen die Raumstruktur, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommunen, Bevölkerungs- und Beschäftigtenverluste sowie die Arbeitslosigkeit."

Aufgrund großer Nachfrage seien "in den vergangenen Jahren nur wenige Projekte der antragsberechtigten Gemeinden in den Genuss einer erhöhten Förderung" gekommen, merkte Herrmann an: "Umso erfreulicher ist es - auch angesichts der negativen Auswirkungen der Schließung des Faurecia-Werkes auf den Gemeindehaushalt -, dass wir die Sanierung des ehemaligen Meierhofes in das diesjährige Kontingent des Struktur- und Härtefonds einplanen können." Nachdem die Regierung der Oberpfalz die "Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn" erteilt habe, stehe "der Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens der städtebaulichen Erneuerung in Trabitz nichts mehr im Wege". Bürgermeisterin Pepiuk dankte den Parlamentariern für ihre Rückendeckung und informierte sie, dass die Bauarbeiten nach Abschluss der noch erforderlichen Planungen und Ausschreibungen voraussichtlich im August beginnen sollen.

Finanzierungsplan

"In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege hat die Regierung der Oberpfalz einen Finanzierungsplan für die Sanierung des denkmalgeschützten Anwesens aufgestellt", vermerkte Innenminister Joachim Herrmann in seinem Brief an Landtagsabgeordneten Tobias Reiß. Die Städtebauförderungs-Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Programm "Kleinere Städte und Gemeinden" zuzüglich des Aufstockungsbetrags aus dem Struktur- und Härtefonds beliefen sich auf etwa 1,68 Millionen Euro. Überdies sei mit Denkmalpflegezuschüssen in Höhe von 790.000 Euro zu rechnen. Für die Gemeinde Trabitz verbleibe ein Eigenanteil von 790.000 Euro. (bjp)

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