Planungsbüro und Gemeinderat Trabitz präzisieren Pläne auf Ämter-Wunsch hin
Fachstellen fordern Feinarbeit

Zügig fortführen will die Gemeinde die Planung für das Baugebiet "Kirschbaumacker" in Trabitz. Die erste Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung hat das Areal am Ahorn bereits genommen. Bild: bjp
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Trabitz
15.04.2018
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In trockenen Tüchern sind die Flächennutzungsplanänderung und der Bebauungsplan für das Gebiet "Am Bühl" in Preißach. Einstimmig fasste der Gemeinderat nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung die erforderlichen Feststellungs- und Satzungsbeschlüsse.

Zuvor mussten sich Planungsbüro und Gemeindevertreter nochmals zu einigen erschließungs- und planungsrechtlichen Detailhinweisen der zu befragenden Fachstellen äußern. So präzisierte Ingenieur Michael Wagner vom Grafenwöhrer Planungsbüro Schultes die Charakterisierung des Gebietes, das sechs neue Bauparzellen am Nordrand des Ortes sowie die südlich bis zur Kreisstraße angrenzenden Grundflächen umfasst, als Misch- oder Dorfgebiet. Diese Bezeichnung sei zutreffend, weil eine Nutzung für "Wirtschaftsstellen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe" vor allem auf den südlichen "Bestandsflächen" weiterhin vorgesehen sei, beantwortete Wagner eine Nachfrage des Landratsamts.

Unter Bezug auf ein 2017 erstelltes Fachgutachten wurde gegenüber dem Weidener Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nochmals klargestellt, dass das Baugebiet die Entwicklungsmöglichkeiten benachbarter landwirtschaftlicher Betriebe nicht einschränke. Nachzubessern war auf Wunsch dieser Behörde ferner die Planung für eine Ausgleichsfläche: Anstelle der dort vorgesehenen "Tümpel" wird es "Mulden mit Ablauf" geben, so dass keine Vernässung droht und die Fläche landwirtschaftlich nutzbar bleibt.

In die nächste Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung geht die Bebauungsplanung für das "Kirschbaumacker"-Baugebiet in Trabitz. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat auch hier einige von Michael Wagner vorgeschlagene Detailänderungen, die aufgrund von Fachstellenäußerungen nötig wurden. So wird dort auf Wunsch des Wasserwirtschaftsamts Weiden eine Entwässerung im Trennsystem gebaut, damit zwar Schmutzwasser, nicht aber Niederschlagswasser in die Mischwasserkanalisation eingeleitet und deren Überlastung somit vermieden wird.

Interessenten für die vier Parzellen, die östlich des Wendehammers der Erschließungsstraße liegen, sollen darauf hingewiesen werden, dass sie ihre Mülltonnen zum Wendehammer bringen müssen, da Müllfahrzeuge den "Straßenstummel" nicht befahren können. Sowohl für das "Bühlgebiet" als auch für den "Kirschbaumacker" wird schließlich vorgeschrieben, dass auf jedem Grundstück eine Fünf-Kubikmeter-Regenwasserzisterne zu bauen ist, aus der Brauchwasser für Garten und Haus entnommen werden kann.

Außerdem ist in beiden Gebieten darauf zu achten, dass Erdaushub möglichst wieder vor Ort für Baumaßnahmen verwendet wird. Ist dies ausnahmsweise nicht möglich, muss der Grundstückseigentümer die vorschriftsgemäße Entsorgung des Erdreichs veranlassen. Einstimmig angenommen wurde die Bewerberliste für den Schöffendienst in der Sitzungsperiode 2019 bis 2023. Hierfür waren zwei Bewerbungen eingegangen. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat für das Bauvorhaben Ludwig Prunhubers, der in Pichlberg den Abriss und Neubau eines Kälberstalls und die aufgrund der neuen Gülleverordnung nötige Vergrößerung seines Gülletanks plant.
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