17.12.2017 - 20:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

RudolfTraxinger stellt Rinderzüchtern Besamungsbullen "Mogul" vor Trabitz hat Spitzenvererber

Züchter aus ganz Bayern und den Nachbarländern wollen "Mogul" für ihre Zucht. Sie schätzen laut Rinderzuchtberater Rudolf Traxinger die besonderen Qualitäten des Besamungsbullen aus dem Züchterstall Ott in Grub.

Rinderzuchtberater Rudolf Traxinger (links) stellte in der Informationsveranstaltung den Besamungsbullen "Mogus" von Zuchtbetrieb Ott in Grub näher vor. Clemens Spiegl beleuchtete die aktuelle Vermarktungssituation. Bild: is
von Autor ISProfil

Burkhardsreuth. Rinderzüchter und Milchviehhalter aus Trabitz und Umgebung beteiligten sich an der Informationsveranstaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf, Tiergesundheitsdienstes und Rinderzuchtverbandes Oberpfalz im Gasthaus Lober. Dort stellte Traxinger stellte zunächst die Eigenschaften der Besamungsbullen der Station Neustadt/Aisch und der nördlichen Oberpfalz vor. "Zur Zeit steht eine überragende Auswahl an guten Vererbern für die Anpaarung der Kühe zur Verfügung."

Vor allem ging der Redner auf Stiere in den Züchterställen in den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth ein. Die Stiere "Mogul" und "Zum Glück" vom Betrieb Martin Deubzer in Burkhardsreuth und "Horbit" aus Neuzirkendorf von Siegfried Lehner haben das strenge Selektionsverfahren positiv abgeschlossen. Jahrezehnte lange züchterische Arbeit habe nun auf dem Betrieb des Fleckviehzüchters Anton Ott aus Grub seinen Höhepunkt gefunden, meinte Traxinger.

Am 17. Oktober 2012 kam dort das "Manigo-Kalb" zur Welt. Kuhmutter "Nichte" stammt vom bekannten Stier "Vanstein" ab. "Mogul", wie ihr nun bedeutender Sohn heißt, habe eine sehr gute Prüfung mittels einer Vielzahl an Töchtern abgelegt und werde nun im großen Stil in der Besamung eingesetzt. Nicht nur aus Nordbayern werde der Stier eine große Nachfrage haben, sondern auch aus dem ganzen Freistaat, aus Österreich und Tschechien, meinte Traxinger. Eine große Anzahl an Töchtern werde ihm sicher sein.

Ergebnissteigerung

Clemens Spiegl vom Rinderzuchtverband Oberpfalz sprach die Vermarktungssituation in Schwandorf an. Er freute sich, dass das Gesamtergebnis des Zuchtverbandes wieder gesteigert werden konnte. Dieses beträgt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr cirka 15 Millionen Euro. Spiegl führte dies auf gute Kälberpreise und einen stabilen Absatz von Export Kalbinnen zurück

Ein wichtiger Akzent sei auch der Neubau beziehungsweise die Umgestaltung der Vermarktungseinrichtung in Schwandorf gewesen. Anhand von Dias berichtete er über die neue Situation bei den Auktionen. Die angemeldeten Kühe und Jungkühe würden nicht mehr angebunden und vom Verkäufer vorgeführt werden. Im sogenannten freien Auftrieb finden die Tiere ihren Weg alleine vom Transportfahrzeug über eine Waschstraße zum Versteigerungsring.

Diese neue Form der Vermarktung findet laut Spiegl großen Zuspruch bei den Milchviehhaltern, weil die Anwesenheit am Markt nicht mehr notwendig ist. Aufgrund der angespannten Arbeitsbelastung in den Betrieben werde hier die Möglichkeit geboten, Tiere nur über die telefonische Anmeldung in Schwandorf zu vermarkten. Der Rinderzuchtverband habe dafür eine sechsstellige Summe investiert.

Kolostrum für Kälber

Stefan Paarmann berichtete über die Bedeutung des Kolostrums (Erstmilch) für die Aufzucht gesunder und vitaler Kälber. Er unterstrich die Wichtigkeit eines "Kolostrum Managements", um optimale Voraussetzungen für die Kälber nach der Geburt zu schaffen. Diese seien enorm abhängig vom "Erstgemelk" des Muttertieres, da sie ohne jeglichen Schutz gegen Keime und Bakterien zur Welt kommen.

Das Kolostrum liefere Jungtieren wichtigen Stoffe, die das Überleben in den ersten drei Wochen absichern, betonte der Referent. Dazu zählte Immunoglobuline (Eiweißbausteine, die als Antikörper wirken), hohen Fett- und Eiweißgehalt sowie Vitamine. Erst nach drei Wochen bilde das Kalb eigene Schutzstoffe. Besondere Bedeutung habe die Verabreichung des Kolostrums in einer Menge von 3 bis 4 Litern unmittelbar nach der Geburt. Die Inhalts- und Schutzstoffe des Erstgemelkes fänden hier am schnellsten den Weg in die Blutbahn.

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