04.10.2017 - 20:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

Trabitzer Feuerwehren überreichen Eltern und Neugeborenen Feuermelder Kinderleicht Leben retten

Burkhardsreuth/Trabitz. Mehr als 60 Menschen sterben jedes Jahr in Bayern bei Bränden. Die meisten verlieren ihr Leben, weil sie im Schlaf giftige Rauchgase einatmen. Schon eine Lungenfüllung davon kann tödlich sein.

Die Gemeinde Trabitz und die Feuerwehren in Zessau überreiche den Neugeborenen der Jahre 2015 und 2016 einen Rauchmelder. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Weil die Geruchswahrnehmung im Schlaf beeinträchtigt und das gefährlichste Gas Kohlenmonoxid zudem geruchlos ist, ist die Schwelle vom Schlaf über die Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod oft schnell überschritten. Gefährdet sind vor allem Kinder, weil ihre kleine Körper besonders empfindlich auf den giftigen Rauch reagieren. Als Denkanstoß führen die drei Trabitzer Feuerwehren deshalb gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung die Aktion "Alles schläft, einer wacht: Ein Rauchmelder für jedes Neugeborene" fort, die vor einigen Jahren von einem Elektroversand angestoßen worden war.

Die Eltern von 18 kleinen Gemeindebürgern, die in den Jahren 2015 und 2016 auf die Welt kamen, wurden nach Zessau eingeladen, um vor dem Feuerwehrhaus die Leben rettenden Warngeräte entgegenzunehmen, "die aber hoffentlich nie in Aktion treten müssen", wie Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Familien wünschte. Mehr Interesse als die Plastikteile erweckten bei den Sprösslingen die kuscheligen Grisu-Plüschfiguren, die es dazu gab. Den kleinen feuerspeienden, aber trotzdem von einer Karriere als Feuerwehrmann träumenden Drachen haben die Landesfeuerwehrverbände zu ihrem Maskottchen gekürt.

Bürgermeisterin Pepiuk verband die Feierstunde mit einem Dank an die "tüchtigen und einsatzbereiten Feuerwehren" der Gemeinde. An die Bürger appellierte sie, die Rauchmelderpflicht ernst zu nehmen, die für neu- oder umgebaute Wohnungen bereits jetzt und für Altbauten ab 2018 gelte: "Je ein Rauchmelder soll in jedem Schlaf- und Kinderzimmer und in den Fluren montiert werden." Markus Eichermüller, Kommandant der Zessau-Weihersberger Wehr, erläuterte die Montage und Bedienung der elektronischen Wächter.

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