Unternehmen aus Hof neuer Eigentümer
Faurecia verkauft Areal in Trabitz

Der französische Autozuliefererkonzern Faurecia hat für sein Areal in Trabitz einen Käufer gefunden. Das Unternehmen Perspektiva GmbH aus Hof will expandieren und sucht dafür neue Mitarbeiter. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bild: idu
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Trabitz
30.08.2017
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Auf den 65 000 Quadratmetern des ehemaligen Faurecia-Geländes in Trabitz kehrt wieder Leben ein. Die Firma Perspektiva aus Hof hat am Dienstag den Kaufvertrag unterzeichnet und somit das komplette Areal erworben. Auf dem Gelände herrscht bereits Betrieb - und der neue Eigentümer hat gute Nachrichten für die Trabitzer.

Die ersten Lastwagen rollen an, einige Container sind schon untergebracht. Das Projektentwicklungs- und Logistikunternehmen Perspektiva GmbH mit Hauptsitz in Hof hat die Tore zum ehemaligen Faurecia-Gelände in Trabitz für den Betrieb wieder geöffnet, nachdem sie monatelang fest verschlossen waren. Trabitz ist somit "seine" Industriebrache endlich wieder los.

Das Unternehmen aus Hof hat bereits 80 Prozent der Lagerflächen auf dem Gelände an andere Firmen - unter anderem an Spediteure - vermietet. Das berichtet der Geschäftsführer Norbert Raps am Mittwoch auf Anfrage am Telefon.

20 Prozent seien noch frei. "Wir sind flexibel, wenn einer auslagern will, oder Platz braucht", meint Raps. Die Firma nutzt die Fläche zudem für eigene Speditionsdienstleistungen. Um den Betrieb stemmen zu können, will Raps sein Team, das derzeit aus acht Mitarbeitern besteht, vergrößern. "In Trabitz wollen wir auf 20 bis 30 Mitarbeiter hochgehen", informiert der 50-jährige Bayreuther, dessen Vater aus Kirchenlaibach stammt. "Den Personalstamm also verdreifachen." Das ist zugleich eine Chance für die ehemaligen Faurecia-Mitarbeiter. "Der Käufer steht in Kontakt mit der Transfergesellschaft von Faurecia und möchte Mitarbeiter einstellen", teilt ein Sprecher von Faurecia am Mittwoch mit.

Perspektiva hat sich bei den Verhandlungen gegen mehrere potenzielle Interessenten durchgesetzt. "Der Käufer war an der Übernahme des gesamten Grundstückes interessiert und zeigte sich sehr entschlussfreudig. So konnte eine praktikable Lösung gefunden werden", begründet die Pressestelle von Faurecia den Verkauf.

Dass das Gelände in "ihrer" Gemeinde nicht länger leersteht, darüber ist Bürgermeisterin Carmen Pepiuk froh und dankbar. Das Wiederbeleben der Industriebrache hatte für sie oberste Priorität. "Es ist absolut positiv, dass sehr schnell verkauft wurde", bewertet sie die Vertragsunterzeichnung. Besonders toll sei es, dass in Zukunft wieder viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Und das sind nicht nur ein paar, ist sich Pepiuk sicher.
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