Von Internet-Hype kalt erwischt
Mehrere Gruppen stellen sich der Kaltwasser-Grill-Challenge

Auf die schmale Eisschicht im Burkhardsreuther Jakobusbrunnen musste die Landjugend kaltes Wasser schütten. "Eisfüße" waren auch damit sicher, ganz abgesehen von der schon recht unangenehmen Frostkälte. Bild: bjp
Vermischtes
Trabitz
26.02.2018
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Die Kaltwasser-Grill-Challenge-Welle schwappt auch über Trabitz hinweg: Gleich drei Vereine und Gemeinschaften holten sich am Sonntag kalte Füße neben einem heißen Grill und vergaßen dabei nicht, eine Spende für eine gute Sache zu versprechen. Den Anfang machte um 13 Uhr die Dorfgemeinschaft Feilersdorf: Bei minus fünf Grad Celsius veranstaltete sie am "Saloon" auf dem Kinderspielplatz ein kleines Grill- und Glühweinfest rund um die wassergefüllten Bottiche, in die Daniel Ackermann, Andreas Majer und Stefan Lex ganz "unverfroren" gestiegen waren.

"Nassforsch" zur Kaltwassergrill-Aktion eingeladen hatte der Pichlberger Stammtisch AVT die Feilersdorfer. Die forderten nun ihrerseits die Feuerwehr Zintlhammer, die Dorfgemeinschaft Grub und den Trabitzer Gemeinderat auf, innerhalb einer Woche ihrem Beispiel zu folgen oder aber ihnen eine Brotzeit zu spendieren. Die Spende der Dorfgemeinschaft, für die auch die Einwohner der "Siedlung Feilersdorf" ihre Siedlungsfestkasse plünderten, soll der alleinerziehenden Sonja Nelson aus Kastl und ihren schwerbehinderten Söhnen (wir berichteten) zugutekommen.

Als besonders hart im Nehmen erwies sich der Stammtisch "Den of Vice", der sich gegen 15 Uhr in Preißach traf: Unerschrocken hackte die "Lasterhöhlen"-Clique, die ebenfalls von AVT Pichlberg nominiert worden war, ein Loch in die dicke Eisdecke des Dorfweihers, das groß genug für fünf "Barfüßer" war, und baute am Ufer den obligatorischen Grill auf. Seine Spende will "Den of Vice" dem Trabitzer Kindergarten widmen, den symbolischen Eiswasserkübel reichte die Gruppe an Dienstleistungen Raps in Kastl, den Tremmersdorfer Stammtisch "Bettschoner" und die Trabitzer LBV-Naturschutzgruppe weiter. Gegen 17 Uhr versammelte sich schließlich ein harter Kern der Katholischen Landjugend Burkhardsreuth beim Jakobusbrunnen. Beherzt stiegen sie bei inzwischen minus sieben Grad in das Brunnenbecken, auf dessen vorhandenen Eisbelag die Gruppe einige Eimer kaltes Wasser geschüttet hatte, während ihre Kameraden den Grill befeuerten. Als Spendenempfänger wählte die Gruppe, die der Eschenbacher Kleintierzüchterverein "kalt erwischt" hatte, das SOS-Kinderdorf Oberpfalz. Die nächsten "Eisbeine" wünschte sie ihren Landjugendfreunden in Speinshart und Vorbach.
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