Vorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz lobt Ortsgruppe Trabitz
Überflieger mit Leuchtturmwirkung

Aufmerksam betrachtete LBV-Landesvorsitzender Dr. Norbert Schäffer (Dritter von rechts) die Bilderchronik der 1997 gegründeten Trabitzer Naturschutzgruppe. Vierter und Fünfter von rechts: Ortsvorsitzender Fabian Dötsch und Gründungsvorsitzender Günter Klein. Bild: bjp
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Trabitz
11.07.2017
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"Ihr würdet kaum glauben, wie oft wir in der Landesgeschäftsstelle von euch sprechen." Aus seinem Respekt für die Trabitzer Naturschutzgruppe machte Dr. Norbert Schäffer keinen Hehl. "Ihr seid eine 'Leuchtturmgruppe', und wir wären glücklich, wenn es uns gelingen würde, in ganz Bayern noch viele 'Trabitz' zu gründen", unterstrich der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) bei seinem Besuch die Vorbildfunktion des vor 20 Jahren gegründeten Ortsverbandes.

In der Tat: Jeder zehnte Trabitzer ist heute Mitglied in der LBV-Ortsgruppe - "eine Quote, von der wir auf Landesebene bislang nur träumen können", geriet Schäffer ins Schwärmen. Auch die florierende Jugendarbeit mit vier Nachwuchsgruppen nötigte dem promovierten Vogelkundler Respekt ab: "Längst nicht alle Ortsverbände können mit einer so erfolgreichen Zukunftsarbeit aufwarten." Worin aber besteht das Trabitzer Erfolgsrezept? Es seien wohl die besonderen lokalen Gegebenheiten, mutmaßte Vize-Ortsvorsitzender Andreas Wolf.

So seien viele Trabitzer in mehreren Vereinen aktiv: "Wer zu uns gehört, hat meistens auch Gelegenheit, in anderen Gruppen für den LBV und seine Anliegen zu werben." Altbürgermeister Dieter Klein hob hervor, dass die Naturschutzgruppe nie fanatisch und verbissen aufgetreten sei: "Das hat von Anfang an viele Vorbehalte und Vorurteile entkräftet und die Bürger für die Sache des Naturschutzes gewonnen."

Dass dies gelungen sei und der Ortsverein zudem viele Vorhaben erfolgreich realisiert habe, verdanke man wesentlich dem Gründungsvorsitzenden Günter Klein, ergänzte erster Vorsitzender Fabian Dötsch, der heuer Kleins Nachfolge antrat: "Er hat unsere Gruppe 20 Jahre lang mit Tatkraft und Diplomatie geleitet, war Motor und Motivator." Norbert Schäffers Resümee des "Erfolgsrezeptes" fiel kurz und klar aus: "Bei euch waren die richtigen Leute an der richtigen Stelle, und so habt ihr es geschafft, den Naturschutz im Bewusstsein der Bürger zu verankern."

Ein Glücksfall für die Vereinsarbeit sei zudem das feste "Quartier" im alten Burkhardsreuther Schulhaus, urteilte der LBV-Landeschef. Dort hatte die Naturschutzgruppe eine Bilderschau mit Impressionen aus 20 Vereinsjahren vorbereitet. Anschließend besuchte Schäffer, der vom Leiter der Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz Christoph Bauer, vom Ehrenkreisvorsitzenden Adolf Küblböck und von Fledermausfachmann Markus Liebl begleitet wurde, das gut fünf Hektar große "Grünbachreservat". Seit 1999 betreut der Ortsverband dort Wald-, Wiesen- und Sukzessionsflächen, Fledermaus- und Vogel-Nistkästen und eine Eisvogel-Brutwand am Bachufer. Ein Auge haben die Naturfreunde auch auf eine Biberburg. Zum Schluss trafen sich Besucher und Gastgeber zu einem Imbiss beim früheren zweiten Ortsvorsitzenden Dr. Winfried Hierl.
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