Wohin mit dem Trausnitzer Spielplatz?
Gemeinderat vertagt Entscheidung

Wo ist der beste Platz für einen Spielplatz in Trausnitz? Im Gemeinderat herrscht zur Zeit Ratlosigkeit. Bild: bnr
Politik
Trausnitz
21.04.2017
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Viele Meinungen und Vorschläge müssen nicht immer zielführend sein. Diese Erfahrung machte der Gemeinderat bei seiner Suche nach einem Standort für einen Kinderspielplatz in Trausnitz. Ein weiteres Mal wurde die Entscheidung nun vertagt.

Viele Jahre wurde ein Grundstück "In der Lohe" als Kinderspielplatz genutzt. Doch so richtig angenommen von den Familien wurde der Platz noch nie. Jetzt hat der TÜV dem Platz den Garaus gemacht. Fehlender Fallschutz an den Geräten führte zur Schließung. Für den Gemeinderat stand außer Zweifel, für Ersatz zu sorgen. Doch wo soll dieser Platz entstehen?

Was lag näher, als die Meinung der betroffenen Familien mit Kindern einzuholen. Von 65 angeschriebenen Familien gaben 25 eine Rückantwort. Neun Familien sprachen sich für den Garten am Beezelhaus aus. Fünf Familien favorisierten die Finkenstraße und vier Familien wollen "In der Lohe" bleiben. Dieses Ergebnis läuft aber nicht konform mit der Meinung des Gemeinderates. Der Garten des Beezelhauses liegt unmittelbar an der Jugendherberge was zur Folge hat, dass tausende Kinder den Platz auch mitbenützen würden. Die Geräte müssten ständig gewartet und repariert werden. Außerdem wird der Platz bei allen Burgfesten für die Bewirtung benützt und stünde danach nicht mehr zur Verfügung.

Auch die anderen Standorte haben Vor- und Nachteile. Zu einer endgültigen Entscheidung konnten sich die Räte nicht durchringen. Das Thema wurde ein weiteres Mal vertagt.

Besser sieht es dagegen in den anderen Ortsteilen aus. In Reisach wurde der Platz halbiert und wird zur Zeit um zwei neue Spielgeräte ergänzt. In einem guten Zustand befindet sich der Platz in Köttlitz. Im Rahmen der bevorstehenden Dorferneuerung wird der Platz noch weiter aufgewertet. Auch die Ortschaft Söllitz trägt sich mit dem Gedanken, einen Spielplatz zu errichten. Ein geeigneter Standort bietet sich direkt am neuen Baugebiet an. Allerdings muss der Platz erst durch die Gemeinde erworben werden. Die Abgabebereitschaft des Besitzers ist vorhanden.

Ein weiteres Thema beschäftigt den Gemeinderat seit länger Zeit: die Ehrenamtsoffensive. "Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gemeinde und sollte auch entsprechend gewürdigt werden", unterstrich Bürgermeister Martin Schwandner den Gedanken, der hinter der Ehrenamtoffensive steht. Doch wie soll dies in der Praxis umgesetzt werden ohne den einen oder anderen Helfer zu verprellen. Wer legt die Kriterien fest und welcher Rahmen sollte für die Ehrung gewählt werden? Die Meinungen der Räte gingen hier weit auseinander. Eine Grundsatzentscheidung, wie sie zu diesem Thema in der Tagesordnung vorgesehen war, musste auch hier ein weiteres Mal vertagt werden.
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