11.02.2018 - 18:18 Uhr
Trausnitz

Altbürgermeister Arnold Kimmerl feiert seinen 70. Geburtstag Ein geborenes Stadtratsmitglied

Wer kann schon für sich behaupten, "geborener Stadtrat und Bürgermeister" zu sein? Arnold Kimmerls Wiege steht von 70 Jahren dort, wo nun im Sitzungssaal Kommunalpolitik gemacht wird. Seinen "Runden" feiert der Altbürgermeister mit Familie, Freunden und langjährigen Weggefährten im "Landhaus".

Arnold Kimmerl (Sechster von links) freute sich über die vielen Glückwünsche. Im Bild (von links) Bürgermeister Richard Tischler, Klaus Pöhler von der BN-Kreisgruppe, Landrat Thomas Ebeling, Hermann Gebhard und Forstdirektor Alwin Kleber,, Thorsten Eckert von der Stadtkapelle, Kimmerls Ehefrau Susanna, Dritter Bürgermeister Hubert Betz und ÖDP-Kreisvorsitzender Alfed Damm. Bild:sus
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Pfreimd/Trausnitz. Typisch für Arnold Kimmerl: Er möchte keine Geschenke, sondern Spenden für die Musikschule und Stadtkapelle. So drücken ihm die 120 Gäste auch überwiegend Überweisungen in die Hand. Freunde hat sich Kimmerl viele geschaffen im Laufe seines Lebens. Mit ihnen wollte er feiern - ohne große Ansprachen. Er begrüßte launig Pater Georg, der nach einem Heimataufenthalt "frisch aus Indien eingeflogen wurde". Stadtkapelle und Jagdhornbläser gratulierten musikalisch. Forstdirektor Alwin Kleber und der Weggefährte aus Kimmerls beruflicher Zeit, Hermann Gebhardt, waren gekommen.

Kimmerl war auch stes "politisch unterwegs". Er freute sich, dass der Einladung Landrat Thomas Ebeling, die Bürgermeister Richard Tischler, Martin Schwandner, Armin Schärtl Martin Prey und Anton Kappl gefolgt waren, ebenso eine Delegation aus der tschechischen Partnerstadt Primda. Der Trausnitzer Altbürgermeister Hubert Pröls und Ehrenbürger Georg Pfannenstein waren ebenso gerne gekommen wie ÖDP-Kreisvorsitzender Alfred Damm, Dr. Birgit Angerer, die Leiterin des Freilandmuseums. Auch für die vielen Vereine war die Geburtstagsgratulation Ehrensache: Bund Naturschutz, Feuerwehren, Spielvereinigung, MMC, Gartenbauverein, Siedler- und Hegegemeinschaft, Geflügelzuchtverein und, und, und.

Arnold Kimmerl blickte humorig auf ein "bewegtes Leben" zurück. Geboren wurde er dort, wo sich jetzt der Sitzungssaal befindet. "Das Amt des Stadtrats und Bürgermeisters wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt". In schwierigen WAA-Zeiten begann er, sich an der Kommunalpolitik zu beteiligen, "denn die einzige Sprache, die die Politik versteht, ist die Sprache der Wählerstimmen".

Beruflich war Kimmerl Forstmann mit Leib und Seele. Nach mehreren Stationen wie in Unterfranken, am Ammersee und in Niederbayern kam er 1976 Pfreimd. "Das war auch das richtige Alter zum Heiraten". Die Auserwählte war seine "liebe Susanna aus der schönen Hallertau", mit der er drei Töchter hat. In Pfreimd war Kimmerl als Berater der Waldbesitzer geschätzt. 1984 dann der Sprung in die Kommunalpolitik. Er tritt für die ÖDP an. Hier ist Kimmerl seit 1982 Mitglied und derzeit stellvertretender Kreisvorsitzender. Im Pfreimder Stadtrat ist er Urgestein: 24 Jahre gehört er dem Gremium an. Vor zehn Jahren hängt er seinen Beruf an den Nagel und wird Bürgermeister. Kindergarten, Bürgerhaus: Er entwickelt die Stadt weiter. Seit sage und schreibe 33 Jahren sitzt er im Kreistag und als stellvertretender Landrat ist er bei Organisationen, Vereinen und Festen ein gern gesehener Gast. "Weil er was zu sagen hat", heißt es in den Gstanzln, die Tochter Susannes Lebensgefährte Clemens Hösamer zum Besten gibt.

"Die Begegnung mit Menschen, das macht das Leben aus", fasste Kimmerl in die Runde seiner Gäste zusammen. Die Begegnung pflegt er in vielen Vereinen, oft in führenden Positionen. Er engagiert sich im Freilandmuseum, ist Vorsitzender des Pfreimder Bund Naturschutz und der Musikschule. Kimmerl freute sich, dass alle gekommen waren und "sich nicht durch das Weltereignis Olympia abhalten ließen".

Die Begegnung mit Menschen, das macht das Leben ausArnold Kimmerl
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