Ruinöse Entwicklung stoppen

In fünf Ortsverbänden stand die Wahl der BBV-Obmänner an. Sie wurde von BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann (links) geleitet. Bild: bnr
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Trausnitz
28.11.2016
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"Bayern braucht Bauern": Vehement setzt sich BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann für die Unterschriftenaktion des Bayerischen Bauernverbandes ein. Hochwertige Lebensmittel dürften von Handelskonzernen nicht zu Ramschpreisen verschleudert werden.

Pfreimd-Hohentreswitz. Mit seinen rund 150 000 Mitgliedsfamilien steht der Bayerische Bauernverband für über 750 000 Menschen im ländlichen Raum. Der Verband verschafft den Anliegen der Land- und Forstwirtschaft Gehör und setzt sich für alle Bauernfamilien, Grundeigentümer sowie den gesamten ländlichen Raum ein. Als "jüngstes Kind" unterstützt der BBV die Unterschriftenaktion "Bayern braucht Bauern!"

Darin setzten sich Bauern und Verbraucher für regionale Lebensmittelerzeugung ein. "Wenn es der Tierschutz in die Verfassung schafft, dann sollte dies auch für Lebensmittel möglich sein", unterstrich BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann die Forderung des Bündnisses bei der Versammlung im Gasthaus Lippert in Hohentreswitz. Genuss und Lebensart sind in Bayern untrennbar mit der Arbeit der Bauern verbunden. Bayerische Lebensmittel stehen für beste Qualität, kurze Wege und nachhaltiges Wirtschaften. Hochwertige Lebensmittel werden von den Handelskonzernen zu Ramschpreisen verschleudert. Qualität, Regionalität und Vielfalt drohen auf der Strecke zu bleiben, ist die Befürchtung des BBV. "Dieser ruinösen Entwicklung muss jetzt Einhalt geboten werden", lautet die klare Forderung des BBV.

Fünf zentrale Punkte

In fünf zentralen Punkten manifestierte das Bündnis für Bayern seine Forderungen. Die regionale Lebensmittelerzeugung müsse durch die Bayerische Verfassung gesichert werden. Darin gehöre die sichere Versorgung mit gesunden Lebensmitteln aus der Region festgeschrieben. Um zu verhindern, dass Grundnahrungsmittel auch weiterhin unter den Entstehungskosten angeboten werden, seien Rabattaktionen bei Grundnahrungsmitteln zu verbieten. Mit kartellrechtlichen Maßnahmen müsse gegen die Übermacht des Lebensmittelhandels vorgegangen werden. Die vier größten Unternehmen teilen inzwischen 85 Prozent des Marktes unter sich auf. Um bei künftigen Preisverhandlungen auskömmliche Preise zu erzielen, sollten die Bayerischen Erzeugerorganisationen eine stärkere Unterstützung erfahren. Als letzten Punkt fordert das Bündnis für Bayern eine klare Kennzeichnung von bayerischen Lebensmitteln.

Leidenschaftlich warb BBV-Geschäftsführer Josef Wittmann für die Unterschriftenaktion. Ziel: Mindestens 500 000 Unterschriften.

Wahl der Ortsobmänner

Wichtiger Punkt der Tagung war die Wahl der BBV-Obmänner. Der Ortsverband Söllitz wird von Bernhard Prem geführt. Im Ortsverband Trausnitz stehen Josef Prechtl und Ludwig Richthammer an der Spitze. Beisitzer sind Josef Pröls und Michael Lehner. Der Verband Pamsendorf/Hohentreswitz wird weiter von Josef Irlbacher und Luitpold Lippert als Stellvertreter geleitet. Beisitzer sind Michael Meier und Josef Bartmann. Vorsitzende im Ortsverband Weihern/Stein sind Sebastian Lindner und Anton Reis, Beisitzer Christoph Bodensteiner. Dem Ortsverband Iffelsdorf/Pfreimd steht Johann Eger vor.
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