Musical-Aufführung der Mittelschule
Billy und der Traum vom Tanzen

Szene aus dem Musical Billy Eliot, das die Mittelschüler in sehenswerter Weise auf die Bühne bringen: Für die Akteure gibt es zum Schluss großen Applaus. Bild: Thomas Oetzinger
Kultur
Ursensollen
16.05.2018
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Nach Wochen mit langen Probentagen und viel Schweiß, aber auch Spaß und vielen lustigen Patzern ist es endlich soweit. Die Theatergruppe der Mittelschule Ursensollen feiert unter der Leitung von Michaela Cordts mit zahlreichen Eltern und Schülern Premiere des Musicals Billy Elliot.

Billy wächst in einer englischen Bergarbeiterstadt auf. Hier tobt ein erbitterter Streik um gerechte Löhne und sichere Arbeitsplätze. Viele Menschen hier sind arbeitslos, die Häuser sind grau vom Staub der Bergwerke. Die Elliots, das sind Billy, sein Vater, sein Bruder Toni und seine Granny.

Billys Mutter ist gestorben. An ihrem Grab erzählt er ihr von seinen Sorgen, denn ihr konnte er immer alles berichten. In seinem Herzen lebt sie auch weiter. Ihr "gefühlter" Rat in Form von Liedern hilft ihm weiter. Auch sein homosexueller Freund versteht sehr gut, was es heißt, anders als die anderen zu sein, heißt es in der Presseinfo zur Aufführung.

"Ein Junge kann boxen, kann Fußball spielen, kann meinetwegen auch heimlich rauchen. Aber er kann ganz sicher nicht Ballett-Kurse mitmachen, denn schwuler geht's ja gar nicht", heißt es in einer Szene. Doch Billy entdeckt seine Leidenschaft für Ballett, und diese lässt ihn nicht mehr los. Als seine Ballettlehrerin ein Vortanzen an der Royal Ballett School in London für ihn organisiert, erfährt auch sein Vater, dass sein Sohn nicht boxt, sondern das Geld für Ballettstunden ausgibt. Das führt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten. Doch Billy lässt sich nicht unterkriegen und kämpft weiter für seinen Traum.

Der anhaltende Applaus nach dem Schlussvorhang galt in erster Linie den Schauspielern, aber auch dem von Genoveva Bergemann-Hausmann gestalteten und überaus gelungenen Bühnenbild sowie den helfenden Händen von Manfred Weigl und Markus Koller, die dankenswerterweise Technik und Aufbau übernahmen. Alle Beteiligten haben wieder einmal bewiesen, dass sie keinen zeitlichen Aufwand und Anstrengung neben dem schulischen und beruflichen Alltag scheuen, um sich den Traum von der ganz besonderen Bühnenluft zu erfüllen, so das Fazit der Beteiligten.
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