26.03.2010 - 00:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Bei 38 Orten ist lückenlose Anbindung nicht machbar - Junge Union bei Bürgermeister Mädler Buswünsche sind nicht erfüllbar

Es waren sehr unterschiedliche Anliegen, die eine Delegation der Jungen Union (JU) mit ins Ursensollener Rathaus brachte: Von möglichen Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet, über die Zukunft der Hauptschule, bis zur finanziellen Situation der Gemeinde stand Bürgermeister Franz Mädler stets Rede und Antwort.

von Autor SSIProfil

Es war der erste JU-Besuch und so zeigte der Bürgermeister den Gästen im Alter von 14 und 27 Jahren erst einmal das Rathaus.

Dabei beeindruckte vor allem der schlanke Verwaltungsapparat mit fünf Ganz- und vier Halbtagsbeschäftigten, die zusammen für rund 3750 Einwohner zuständig sind: "Die Herausforderung ist, dass die Gemeinde aus 38 Ortschaften besteht, das macht die Verwaltungsarbeit nicht gerade einfach", verdeutlichte Mädler die täglichen Aufgaben.

Da erleichtere es die Arbeit ungemein, dass es über die Parteigrenzenhinweg eine "gute Zusammenarbeit im Gemeinderat" gebe. Doch die JU hatte auch politische Anliegen im Gepäck.

Da in der Gemeinde zwei Solarparks geplant werden, interessierte sich die junge Leute dafür, wie es mit anderen regenerativen Energien in und um Ursensollen bestellt sei. So erfuhren die JU-Mitglieder, dass die Firma Ostwind zwei Windkraftanlagen außerhalb von Ursensollen plane, was der Gemeinderat einstimmig unterstütze.

Der vom stellvertretenden Orts- und Kreisvorsitzenden Simon Schmaußer angesprochenen Verbesserung der Busverbindung erteilte der Bürgermeister eine Absage. Es könnten nicht alle 38 Ortschaften mehrmals am Tag per Bus bedient werden, so Mädler. Das sei vor allem eine Frage der Wirtschaftlichkeit.
Schließlich erkundigte sich JU-Kreisvorsitzender Stephan Meyer nach der Pro-Kopf-Verschuldung. "Momentan beträgt sie etwa 535 Euro", antwortete der Bürgermeister, schränkte aber ein: "Diese Zahl wird sich wegen der geplanten Sanierung der Mehrzweckhalle noch erhöhen. Dafür bekommen wir für den Umbau 340 000 Euro Zuwendungen aus dem Konjunkturpaket II." Mädler nahm sich über zwei Stunden für die Anliegen der Jungen Union Zeit.

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