Gemeinde Ursensollen will bis 2014 Verschuldung deutlich abbauen auf 810 Euro pro Kopf
Runter auf drei Millionen

Lokales
Ursensollen
26.04.2013
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Der Etat 2013 der Gemeinde Ursensollen schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 5,1 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 1,8 Millionen Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen in dem Entwurf, den der Gemeinderat einstimmig verabschiedete. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B betragen wie bisher 300 Prozent. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt mit 350 Prozent ebenfalls unverändert. Kassenkredite dürfen bis zu einem Höchstbetrag von 650 000 Euro aufgenommen werden.

Kämmerer Tobias Ströhl gab einen Überblick über die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsjahr. Im Verwaltungshaushalt sind dies auf der Einnahmenseite die Grundsteuer A mit 65 000 Euro, die Grundsteuer B mit 228 500 Euro, die Gewerbesteuer mit 1,1 Millionen Euro sowie die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 1,5 Millionen Euro und an der Umsatzsteuer mit 66 000 Euro. An Schlüsselzuweisung erhält die Gemeinde 680 000 Euro.

Umlagen große Batzen


Diesen Einnahmen stehen als Ausgaben im Verwaltungsetat die Kreisumlage mit 1,1 Millionen Euro, die Gewerbesteuerumlage mit 225 000 Euro und die Schulverbandsumlage mit 310 500 Euro gegenüber. Für die Kindergärten sind 330 000 Euro eingeplant. Die Zinsbelastung beträgt 116 500 Euro.

Als Investitionen sind im Vermögenshaushalt für die Ausstattung der Feuerwehren 27 000 Euro, für den Kauf von zwei Fahrzeugen für den Bauhof 145 000 Euro und für die Sanierung des Kindergartens St. Vitus 300 000 Euro eingeplant. Im Zuge der Städtebauförderung soll das Umfeld des alten Lagerhauses in Ursensollen mit 90 000 Euro saniert werden, die Förderung beträgt hier 56 000 Euro. Für die vereinfachte Dorferneuerung Oberhof wurden 300 000 Euro und für den Bau des unteren Dorfplatzes in Hohenkemnath im Zuge der Dorferneuerung bei Gesamtkosten von 150 000 Euro ein Eigenanteil von 75 000 Euro veranschlagt. Neben diesen Projekten sind im Haushalt Mittel für den Bau eines Unterstandes in der Kläranlage Heimhof (40 000 Euro), für den Errichtung einer Sitzgruppe mit Kunstwerk in Hausen (35 000 Euro) sowie für die Installation eines Sonnenschutzes und Verbesserung der Akustik im Atrium (30 000 Euro) enthalten. Mit weiteren 125 000 Euro wird die im Jahr 2011 begonnene Einführung der Abwasseranlage Ursensollen Nord-Ost, die außerhalb des Haushalts finanziert wurde, fortgesetzt. Die Tilgung beträgt im Jahr 2013 500 000 Euro.

Keine neuen Kredite

Laut Kämmerer Tobias Ströhl beträgt zum Jahresende 2013 die Pro-Kopf-Verschuldung 945 Euro. Durch die im Finanzplan in den Jahren 2013 und 2014 enthaltenen Tilgungsraten von insgesamt einer Million Euro könne die Verschuldung bis 2014 auf drei Millionen Euro gesenkt werden. Dies entspreche dann einer Pro-Kopf-Verschuldung von 810 Euro. Auf absehbaren Zeitraum seien auch keine weiteren Kreditaufnahmen mehr vorgesehen, informierte Ströhl.
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