20.03.2018 - 20:00 Uhr
Ursensollen

Gemeinderat Ursensollen stellt Weichen Energie für Wachstum

Die Gemeinde Ursensollen setzt weiter auf einen straffen Zukunftskurs. So soll ein sogenanntes Areal-Stromnetz die energetischen Voraussetzungen schaffen für weitere Gewerbeansiedlungen.

Prof. Markus Brautsch (rechts) vom Institut für Energietechnik der OTH Amberg-Weiden stellt einen Teil-Energienutzungsplan vor. Von Links: Bauamtsleiter Sascha Rössler und Bürgermeister Franz Mädler. Bild: ua
von Autor UAProfil

Ursensollen. (ua) Der Gemeinderat schloss sich in seiner Sitzung unter anderem dem "pestizidfreien Landkreis Amberg-Sulzbach" an, entschied über die Sanierung der Schulküche in der Mittelschule, über eine zusätzliche Kindergartengruppe in der Grundschule sowie den Förderantrag eines Areal-Stromnetzes im "Gewerbepark A6". Weiterhin gab er den Startschuss für die Erschließung des Planetariums.

Um beim Strombedarf und der Wärmeversorgung im "Gewerbepark A6" regionale Wertschöpfung zu fördern, wäre der Aufbau eines Areal-Stromnetzes, hauptsächlich gespeist aus regenerativen lokalen Stromquellen, denkbar. Ähnlich wie bei der Nutzung von Strom aus einer privaten Photovoltaikanlage könnten hier lokal und regenerativ erzeugte Wärme und Strom von den Firmen genutzt und Strom bei Überschuss in das Netz verkauft werden. Bei Unterversorgung würde das Bayernwerk Ausgleich schaffen.

Antrag für Areal-Netz

Die Energie soll dabei aus einer ortsnahen, regenerativen Quelle kommen. Professor Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik an der OTH stellte dem Gemeinderat das Konzept vor und erläuterte die Vorgehensweise. "Das Areal-Stromnetz ist zukunftsgerichtet, soll und kann den Standort Ursensollen für Betriebe und Gewerbeneuansiedlungen noch attraktiver machen und könnte auch als zukünftige Abnahmequelle für Strom von Kommunal- und Bürgerwindrädern dienen", so Bürgermeister Franz Mädler.

Nach einhelliger Zustimmung wurde die Verwaltung beauftragt, den Antrag auf Zuwendung beim bayerischen Wirtschaftsministerium zu stellen. Nachdem der Umweltausschuss des Landkreises entschieden hatte, auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten, schloss sich nun auch die Gemeinde Ursensollen der Forderung nach einem pestizidfreien Umgang auf Gemeindeflächen an. Weiter stand die Sanierung der Schulküche der Mittelschule auf der Tagesordnung. Nach 27 Jahren im Einsatz ist eine Erneuerung erforderlich. Zudem erfordert das Profil Inklusionsschule, eine der drei Küchen als behindertengerecht zu gestalten. Für den Umbau werden Kosten von rund 160 000 Euro veranschlagt.

Auch in der Grundschule stehen Umbaumaßnahmen an. Laut den aktuellen Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2018/2019 fehlen in Ursensollen voraussichtlich 19 Betreuungsplätze. In Hausen sind 16 Plätze belegt, somit neun frei. Als Interimslösung wird im Untergeschoss der Grundschule eine Kindergartengruppe für 25 Kinder eingerichtet werden.

Planetarium startet

Für 2018 plant die Teilnehmergemeinschaft Hohenkemnath den Geh- und Radwegumbau am Ortseingang von Ursensollen kommend, den Umbau des Schotterdreiecks beim Friedhof sowie die Sanierung des Friedhofsteigs. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 177 500 Euro. Der Gemeinderat beschloss die 40-prozentige Beteiligung von rund 71 700 Euro. Die Erschließungsplanung für den Neubau des Planetariums mit Sternwarte beinhaltet den Ausbau der vorhandenen Zufahrt sowie die Erschließung mit Strom, Wasser und die Anbindung mit Glasfaser. Anders als bisher geplant, soll das Planetarium nun an die bestehende Abwasseranlage angeschlossen werden, entschied der Gemeinderat einstimmig.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.