15.05.2017 - 15:36 Uhr
UrsensollenOberpfalz

60 Jahre DJK Ursensollen Über 1000 Mitglieder zum 60. Geburtstag

Geburtstage feiert man am besten mit Freunden und netten Gästen. So wie die DJK Ursensollen zum 60. Bestehen. Mit zusammengereimten Gedanken zum Jubiläum von Festleiter Edi Ströhl endet die Feier.

von Andreas Brückmann (brü)Profil

(brü) Zum letzten Festtag waren neben dem Patenverein DJK Ensdorf zahlreiche Vereine, Ehrengäste, Mitglieder und Gönner des größten Vereins der Gemeinde in das Festzelt am Rängberg gekommen. Eröffnet mit einem Kirchenzug vom Dorfplatz zum Festgelände, hielt Pfarrer Konrad Willi einen Gottesdienst. Die Musikkapelle Ursensollen begleitete ihn musikalisch.

Fußballer und Gott

Der Geistliche nahm es sportlich: "Ohne ein Team wie der Vorstandschaft wäre dieser Ball luftleer", sagte er. Dabei bezog er sich auf einen Fußball, den er mitgebracht hatte. Bekannte Fußballer hatten auf den Ball ihre Verbindung von Sport und Gott aufgeschrieben. Die Kinder lasen sie vor. So hatte zum Beispiel Gerald Asamoah geschrieben: "Es gibt keinen Fußballgott, sondern nur einen Gott im Himmel. Und der weiß genau, was er macht".

Das Jubiläum lockte Landrat Richard Reisinger sogar zweimal an einem Wochenende nach Ursensollen. "Das Geschenk des Landkreises haben Sie ja bereits in Empfang genommen: Tausende Menschen beim Zieleinlauf des Landkreislaufs", erinnerte Reisinger. An den Bürgermeister gewandt, meinte er: "Barbara Meier hat auf der Bühne gesagt, hier ist es schöner als in New York - ein größeres Kompliment können wir gar nicht hinterlassen."

Für Bürgermeister und Schirmherren Franz Mädler, der mit der DJK selbst seit 50 Jahren verbunden ist, eine Steilvorlage: "60 Jahre ist ein wunderbares Alter - und dabei immer noch top fit. Und mit über 1000 Mitgliedern der größte Verein unserer Gemeinde, getragen von ehrenamtliche Tätigkeit. Und damit für unsere Kinder, Jugendlichen und alle Sportbegeisterten unserer Gemeinde und Umgebung. Ohne dieses Engagement hätte der Verein sportliche und gesellschaftliche Erfolge nicht erreicht."

Den sportlichen Erfolg griff Albert Kellner, Kreisvorsitzender des Bayerischen Fußballverbands, auf: "Bei einer Gemeinde mit 3600 Einwohnern ist es beachtlich, dass bereits über 1000 bei der DJK sind. Und ich hoffe für den Verein, dass für die Fußballer noch der zweiten Platz in der Kreisklasse herausspringt. Und somit ein Entscheidungsspiel um den Wiederaufstieg in die Kreisliga." Diözesanvorsitzender Nikolaus Schmidt aus Eichstätt dankte ebenfalls für das breite sportliche Angebot. "Unsere 52 Vereine des Verbandes gratulieren heute, denn weil sie sich im wahrsten Sinne des Wortes bewegt haben, können wir diesen Festtag heute feiern. Für die nächsten 40 Jahre wünscht sich Schmidt eines: "Halten Sie Werte, Tradition, Sport, Spiel, Gemeinschaft, und Abwechslung weiterhin aufrecht."

Reinhard Weber, Vorsitzender der Sportjugend im Bayerischen Sportverband, hatte eine Überraschung mitgebracht. Gerichtet war diese an DJK-Vorstand Armin Weber. "Ich möchte dir für deine Verdienste im Rahmen der sportlichen Jugendarbeit die Ehrennadel in Silber der Bayerischen Sportjugend überreichen", erklärte Schmidt.

Armin Weber dagegen gab Dank und Anerkennung weiter. "Ich will mich bei den Helfern bedanken, die diese drei Tage unermüdlich geschuftet haben." Hierzu blicke er kurz zurück. "Ich habe 2004 den Zielort für den Landkreislauf beantragt. Jetzt, 13 Jahre später, ist der Wunsch in Erfüllung gegangen." Dass so viele Gäste gekommen seien, sei für ihn schon ein Höhepunkt gewesen.

Für die dreijährige Isabella Julia Breitschaft hatte Weber ebenfalls ein Geschenk. Sie ist das 1000. Mitglied der DJK. Dafür erhielten ihre Eltern einen DJK-Strampler. "Der wird zwar nicht lange passen, man kann ihn aber aufheben. Und er ist besser als eine Urkunde", meinte Weber augenzwinkernd.

Tanzend ins Jubiläum

Melanie Schwab organisierte für das Festwochenende eine Zumba-Party. Bei der Benefizveranstaltung ertanzten die Teilnehmer rund 675 Euro. Der Betrag ging an die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder. Angela Sperber nahm die Spende entgegen. "Ursensollen ist immer ein gutes Pflaster für Knochenmarkspenden. Wir haben hier bereits zwei Typisierungsaktionen gemacht. Und es wird in diesem Jahr sicher noch eine dritte Aktion geben."

Ohne ein Team wie der Vorstandschaft ist dieser Ball luftleerPfarrer Konrad Willi

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