07.11.2017 - 20:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Aktionswoche für die sechs Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen: Alle sechs Wehren im Einsatz

Innerhalb der Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbandes Bayern probten die sechs Ortsfeuerwehren der Großgemeinde Ursensollen den Ernstfall. Ein Verkehrsunfall mit Gebäudebrand und verletzten Personen in Thonhausen wurde angenommen.

Einsatzleiter Thomas Sossau (rechts) koordinierte gekonnt die sechs Wehren der Gemeinde Ursen-sollen. Bilder: ua (2)
von Autor UAProfil

Thonhausen. Sirenen riefen die Aktiven der sechs Ortsteilwehren in ihre Gerätehäuser: "Gebäudebrand Ortsmitte Thonhausen - Person vermisst!", lautete die Alarmdurchsage der Integrierten Leitstelle in Amberg. Nur Minuten später trafen die Wehren Thonhausen, Ursensollen, Hohenkemnath, Garsdorf, Hausen und Zant am Einsatzort ein.

Einsatzleiter Thomas Sossau (stellvertretender Kommandant der FFW Thonhausen) bot sich folgende Lage: Eine Maschinen- und Lagerhalle in der Nähe des Gasthauses stand in Vollbrand, laut Anwohner wurde eine Person vermisst. Zu allem Unglück war noch ein Auto wegen der Sichtbehinderung durch Rauch gegen eine Mauer geprallt. Eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt.

Sossau ließ durch die Ortswehr Thonhausen über Hydrant und Tragkraftspritze mittels drei C-Rohren eine Riegelstellung zum benachbarten Anwesen Hummel errichten. Die Wehren Hausen und Garsdorf errichteten von einer 70 Kubikmeter fassenden Zisterne eine Wasserförderung zur Brandstelle. Durch einen sogenannten Leiterteich wurde das Löschwasser immer wieder gepuffert und weitergeleitet. Mit sechs C-Rohren rückten die Wehren aus Zant und Thonhausen dem Feuer zu Leibe.

Die eintreffende FFW Hohenkemnath bekam vom Einsatzleiter den Auftrag, den Vermissten im total verrauchten Nebengebäude zu retten. Unter schweren Atemschutz, mit C-Rohr und Wärmebildkamera begaben sich die Hohenkemnather ins Gebäude und retteten wenig später das vermisste und verletzte Opfer.

Die Stützpunktfeuerwehr Ursen-sollen übernahm nach Anweisung die Rettung der im Pkw eingeklemmten Person. Nachdem das auf der Seite liegende Fahrzeug mit Steckleitern gesichert war, wurde der Verletzte mit Hilfe von Rettungsspreizer und -schere befreit. Unterstützt wurden die Ursensollener durch die Helfer vor Ort. Diese kümmerten sich um den Verletzten. Kreisbrandinspektor (KBI) Hubert Blödt, Kreisbrandmeister (KBM) Alexander Graf und Bürgermeister Franz Mädler waren als Beobachter geladen und überzeugten sich vom schnellen und gekonnten Abarbeiten der Schadenslage. Zur Endbesprechung sammelten sich die rund 50 Feuerwehrfrauen und -männer im Hof des Gasthauses Stiegler. Kommandant Anton Meier lobte die Zusammenarbeit der sechs Gemeindewehren und den Helfern vor Ort. Zudem dankte er seinem Stellvertreter "für die hervorragende Ausarbeitung der Übung".

In seiner Manöverkritik äußerte sich KBI Blödt zufrieden über das gekonnte Vorgehen der Einsatzkräfte und dankte für ihren steten Einsatz. Dem schloss sich Bürgermeister Franz Mädler an. Er verwies auf die Investitionen der Gemeinde die jährlich für die Feuerwehren aufgebracht werden. Diese seien jedoch, so Mädler, wertlos wenn es nicht die Aktiven gäbe, die diese motiviert und ehrenamtlich mit Leben füllen würden.

Abschließend lud der Bürgermeister zur gemeinsamen Brotzeit.

 

 

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