04.09.2017 - 14:44 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Erster Gottesdienst des neuen Pfarrers von Hausen Kurze Predigt, langer Sinn

Der Himmel erschien dem neuen Pfarrer von Hausen wohlwollend, denn die Wolken hatten sich verzogen und die Sonne strahlte auf das Gotteshaus. Klaus Birnthaler wurde bei seinem ersten Gottesdienst von der Kirchengemeinde St. Georg dankend empfangen. Er selbst scheute die Menge noch etwas.

Mitglieder des Frauenbundes, der Feuerwehren Hausen und Thonhausen, des Pferdevereins St. Georg, der Reservistenkameradschaft Hausen sowie Bürgermeister Franz Mädler empfingen Pfarrer Klaus Birnthaler bei strahlendem Wetter. Bild: dwi
von Dagmar WilliamsonProfil

Hausen. "Was ist der langen Rede kurzer Sinn?", fragte einst Friedrich von Schiller. Und so fiel die Predigt von Pfarrer Klaus Birnthaler während seines ersten Gottesdienstes in der St.-Georg-Kirche recht kurz aus. Er zitierte Matthäus: "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." Die Kirche beginne im Kleinen. Es gehe nicht um die Menge der Kirchgänger und um gute Statistiken. "Was sagen Zahlen schon aus?", fragte er. Bedeutender seien Qualität und Inhalt seiner Arbeit.

Während seines ersten Jahres in Hausen werde er sich alles anschauen, kündigte er an. Und vor allem zuhören wolle er, damit er in der Ruhe erkennen könne, was die Pfarrgemeinde brauche. Auch gab der 57-Jährige Privates preis: Er sei ein Morgenmuffel. "Wenn ich morgens also recht wortkarg bin, dann wissen Sie, woran das liegt." Er liebe italienische Opern und sage zu einem Glas österreichischen Weins nicht Nein.

Nach elf Jahren Dienst in Falkenberg in Niederbayern kommt der gebürtige Irrenloher (Landkreis Schwandorf) seiner Heimat etwas näher. 1986 wurde er zum Diakon geweiht. Seine erste Kaplanstelle trat er in Grafenwöhr an. Zuvor studierte er in Salzburg und blieb sieben Monate im Benediktinerstift in Altenburg in Österreich.

"Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht", sagte Pfarrgemeinderatssprecher Werner Simon in seiner Rede. Seine neue Aufgabe sei für Pfarrer Klaus Birnthaler eine große Herausforderung, da er auch verwaltungsmäßig die Gemeinde Hohenkemnath und Utzenhofen zu betreuen hat. Bürgermeister Franz Mädler äußerte die Hoffnung, dass Birnthaler neue Akzente setzen und den vielen Erwartungen der Gemeinde gerecht werden könne. "Er ist noch sehr zurückhaltend. Wir wünschen uns, dass er vor allem auf die Jugendlichen zugeht und auch einmal einkehrt und ein Bier mit uns trinkt", sagte Vorsitzender Helmut Stiegler von der Reservistenkameradschaft Hausen.

Beim Einzug in die Kirche wurde der Seelsorger von den Feuerwehren Hausen und Thonhausen, dem Frauenbund, dem Pferdeverein St. Georg und der Reservistenkameradschaft Hausen begleitet. Unter Leitung von Josefa Rauch sang der Chor ProFeel "Dieser Tag wird unvergesslich sein".

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