01.02.2018 - 16:50 Uhr
Ursensollen

Expertentreffen diskutiert über die biologische Gestaltung des Hirschwalds Aussichtsplattformen in Angriff nehmen

"Wir wollen Lebensräume verbinden und auch die Menschen, die dahinter stehen", mit diesen Worten hat der Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Wolfhard-Rüdiger Wicht, die Auftaktveranstaltung von "Trittsteine um den Hirschwald" eröffnet.

von Externer BeitragProfil

Hinter dem etwas kryptischen Namen verbirgt sich eine Aktion zur biologischen Gestaltung der Grenzbereiche hin zum Hirschwald. Dabei waren nicht nur Landwirte, Jäger und Naturschützer, sondern auch eine Reihe von Bürgermeistern und Behördenvertreter, die sich informieren wollten. Den fachlichen Einstieg in das Projekt bildeten Impulsreferate, in denen auch auf die Möglichkeiten einer Bezuschussung von staatlicher Seite Thema waren.

Strukturen in der Natur

"Das entscheidende ist, dass Sie in der Natur Strukturen schaffen, auch wenn sie g'schlampert ausschaut". Mit diesem Appell startete der Wildlebensraumberater für die Oberpfalz, Balduin Schönberger. Mit einer Reihe von Bildern über Blühflächen, Ackerrandstreifen und Lesesteinhaufen zeigte er die große Palette von Maßnahmen auf, die über das Kulturlandschaftsprogramm und über das Greening gefördert werden. Anschließend ging Philipp Roidl von der Unteren Naturschutzbehörde auf die diversen Fördermöglichkeiten nach dem Vertragsnaturschutzprogramm ein.

Weitere Möglichkeiten einer Unterstützung sind über den Landschaftspflegeverband und den Naturpark denkbar, wie die Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, Isabel Lautenschlager, deutlich machte. Doch auch eine Leader-Förderung komme grundsätzlich infrage, so Manager Hans-Michael Pilz. Damit legte er den Fokus auf die von Schönberger schon fest ins Auge gefassten Aussichtsplattformen. Was schließlich alles im Wald möglich ist, zeigte Thomas Verron von den Bayerischen Staatsforsten auf. So belässt der für den Staatswald im Hirschwald zuständige Forstbetrieb Burglengenfeld schon seit Jahren gezielt Totholz und Höhlenbäume oder legt Feuchtbiotope an.

"Wir wollen uns als erstes Einzelprojekt um die Heckenpflege kümmern, nachdem dafür die Förderung 2018 ausläuft", umriss Schönberger das weitere Vorgehen. Und auch die Aussichtsplattformen sollen noch dieses Jahr in Angriff genommen werden.

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