24.09.2017 - 20:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Feuerwehr und Helfer vor Ort werben um Nachwuchs Es funktioniert nur gemeinsam

Die zurückliegenden Jahre und besonders die vergangenen Monate haben nicht nur bei schweren Verkehrsunfällen gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr ist. Der eingeschlagene Weg bewährt sich offenbar.

Feuerwehr und Helfer vor Ort arbeiten in Ursensollen hervorragend zusammen. Bild: ssi
von Autor SSIProfil

Die Zusammenarbeit beider hauptsächlich ehrenamtlich getragener4 Hilfsorganisationen funktioniert in Ursensollen reibungslos. Durch die vorgegebene Doppelmitgliedschaft beim BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach sowie der lokalen Feuerwehr sind die aktiven Helfer vor Ort (HvO) im Einsatzfall mit der Arbeitsweise beider Organisationen bestens vertraut und ergänzen sich in ihrer Effektivität.

Ob bei Ausbildungen, gemeinsamen Übungen oder im Ernstfall arbeiten beide Organisationen seit der Gründung der Ersthelfer eng zusammen. Dass das der richtige Weg ist, darüber sind sich Feuerwehrkommandant Thorsten Michel sowie die Aktiven der Ersthelfer einig. "Unsere Wehr ist nicht nur fit am nötigen technischen Gerätschaften, sondern wir unterstützen die Kollegen vom Rettungsdienst mit Material und ausgebildeten Sanitätern", erklärt Michel dazu.

In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden bereits zahlreiche Einsätze auf der Autobahn A 6, der Bundesstraße B 299 sowie den umliegenden Kreis- und Gemeindestraßen gemeinsam bewältigt. "Bei teils dramatischen Situationen wurde den jeweils alarmierten Kräften alles abverlangt", bestätigt auch Kreisbrandmeister Alexander Graf aus Ursensollen. Dafür gebühre ihnen größter Respekt.

Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass sich Menschen und vor allem junge Leute engagieren und diesen Dienst leisten und sicherstellen würden. "Es gab in der letzten Zeit Tage, an denen unser Team bis zu vier Einsätze am Tag entweder mit der Feuerwehr oder als Ersthelfer gefahren ist. Das leisten alle Beteiligten ehrenamtlich und in ihrer Freizeit. Da das auch für die Helfer eine körperliche und physische Belastung darstellt, kann man nur stolz auf unsere Mannschaft sein, dass sie diesen ehrenamtlichen Dienst für die Bürger leisten", erklärt dazu Marco Preißler, Leiter der HvO Ursensollen.

"Wie wertvoll und sinnvoll dieser Dienst ist, bestätigen auch die Rückmeldungen von Betroffenen und die Unterstützung durch Firmen und Privatpersonen mit Spenden und Dankeskarten", ergänzte er sein Lob. Im Zuständigkeitsbereich beider Organisationen wurden (Stand September 2017) bereits 166 Einsätze (54 Feuerwehr- und 112 HvO) sowie zahlreiche Ausbildungsstunden geleistet. Vorausschauend auf die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungs-Löschfahrzeugs, kurz HLF, für die Feuerwehr werden die Herausforderungen nicht weniger.

Um den Fortbestand dieses funktionierenden Ineinandergreifens der Einsatzkräfte am Ort mittel- und langfristig sicherzustellen, werben die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit eigenen Jugendgruppen um Nachwuchs. Bei Interesse können sich junge Leute jederzeit an die Verantwortlichen vor Ort wenden.

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