17.01.2018 - 20:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hohenkemnath: Wehr steckt Geld in gute Stiefel

Es war einsatzreich, das vergangene Jahr für die Feuerwehr Hohenkemnath. Bei der Jahreshauptversammlung der Wehr erhalten die Mitglieder darüber einen umfassenden Rückblick. Aber auch der Ausblick gerade im Bereich der persönlichen Ausrüstung sorgt im wahrsten Sinne des Wortes für kalte Füße und heiße Sohlen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkemnath wurden Nico Dzalakowski und Lukas Reuss befördert. Es gratulierten 3. Bürgermeister Josef Schmaußer und Kreisbrandmeister Alexander Graf (vorne von links) sowie Kommandant Christoph Staudte und Vorstand Christian Wenkmann.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Hohenkemnath. Laut Kassenbericht von Michael Englhard erzielte die Feuerwehr ein Plus und hat ein solides Polster. "Das aber in den kommenden Jahren dann doch etwas stärker abgenutzt werden wird", wie Vorsitzender Wenkmann zum Abschluss informierte. Grund hierfür ist die Beschaffung neuer Einsatzstiefel für die Aktiven. Eigentlich Sache der Gemeinde, was diese auch tut. Nur kommt die Wehr mit den Stiefeln, für die sich die Gemeinde entschieden hat, um ihre sechs Feuerwehren auszustatten, überhaupt nicht klar. "Wir haben verschiedene Stiefel ausgiebigst getestet, und gerade für unsere Einsatzbedingungen mit langen Wegen und Stehzeiten auf der Autobahn einen Schuh gefunden, in dem man sich auch nach sechs Stunden Verkehrsabsicherung bei Regen und Kälte noch wohl fühlt", informierte Wenkmann.

Kosten 60 Euro mehr

Das Problem ist aber, ein Paar der Schuhe kostet 60 Euro mehr als die Gemeinde bezuschusst. Daher wurde seitens des Vorstands einstimmig der Beschluss gefasst, diesen Betrag aus der Vereinskasse im Sinne der Gesunderhaltung der Aktiven zu investieren und den Betrag jeweils für die Ausstattung aller Aktiven selbst zu übernehmen.

Nicht ganz glücklich, aber verständnisvoll zeigten sich die anwesenden Mitglieder über den Beschluss. Vor allem, dass für die Ausrüstung der Feuerwehr die Gemeinde hier nur zu einem Teil aufkommt stieß dem ein oder anderen dann doch ganz schön sauer auf: "Steckt doch die Gemeinderäte alle mal in die bisherigen Schuhe und stellt sie mal für sechs Stunden auf die Autobahn. Dann schauen wir mal, was die wirklich davon halten", so eine der Meinungen, vielleicht auch als Anregung gedacht. Gemeinderat Albert Geitner sowie 3. Bürgermeister Josef Schmaußer habe dies jedenfalls vernommen.

Vorsitzender Christian Wenkmann informierte die Mitglieder über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres. Erfreut zeigte er sich hierbei, dass mit vier neuen Mitgliedern der Stand auf 182 derzeit festgeschrieben ist. Im aktiven Dienst bei der Wehr befinden sich davon 59. Und diese leisteten im vergangenen Jahr 37 Einsätze, wie Kommandant Christoph Staudte zu berichten wusste.

Sechs Brandeinsätze wurden abgearbeitet, 22 Mal wurde man zur technischen Hilfeleistung gerufen, davon 18 Mal mit dem Verkehrsabsicherungsanhänger zu Einsätzen auf der A6. Dabei liegt Staudte die Einsatzfähigkeit seines Löschgruppenfahrzeugs etwas schwer im Magen. Wie auch Gerätewart Josef Kugler berichtete, war das Einsatzfahrzeug im vergangenen Jahr wieder mehrere Wochen für Reparaturen in der Werkstatt und somit nicht einsatzfähig. "Wie bereits im vergangenen Jahr weise ich auch heuer nochmals darauf hin, dass es aufgrund der immer aufwendigeren Reparaturen endlich an der Zeit wäre, dass wir unser Löschfahrzeug zeitnah ersetzen", so Staudtes Appell an die Gemeinde Ursensollen.

Erfreulicher dafür ist die Nachwuchsarbeit. Zwölf Kinder werden derzeit in der jeweils im Abstand von vier Wochen abgehaltenen Kinderfeuerwehr betreut. Jugendwart Andreas Dötterl danke für das Engagement seiner Mithelfer, die sich neben der Kinderfeuerwehr auch um die Jugendgruppe mit elf Nachwuchskräften kümmern. Diese zeigte sich unter anderem auch verantwortlich für die Ausrichtung des Johannisfeuers am Dorfplatz. Hierzu wurde durch die Jugendfeuerwehr in Eigenregie eine Feuerstelle dort installiert. Diese bietet somit auch den Platz für die zukünftige Ausrichtung.

Einige Beförderungen

Kommandant Christoph Staudte sprach bei der Versammlung Beförderungen aus; zum Feuerwehrmann: Nico Dzalakowski, Stefan Hierold, Tobias Hierold und Ferdinand Stich; zum Löschmeister Lukas Reuss.

 

 

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