Krankenpflegeverein mit Jahreshauptversammlung - Langjährige Mitglieder ausgezeichnet
Schon heute fehlen 51 000 Pflegekräfte

Nach der Ehrung (von links): der Vorsitzende der Caritas-Sozialstation Ensdorf, Christian Wenkmann senior, der Vorsitzende des Krankenpflegevereins Josef Huf, die geehrten Theresia Fruth und Paula Schaller, Caritas-Kreisgeschäftsführer Günter Koller und Hausherr Pfarrer Klaus Birnthaler. Bild: snn
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Ursensollen
15.02.2018
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Eine zuletzt immer wieder zu vernehmende Forderung ist bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin jene nach mehr Pflegekräften. Paradox dabei: Im Groko-Papier wird eine Zahl von 8000 zusätzlichen Stellen festgeschrieben. Aber es fehlen bereits heute 51 000, wie Caritas- Kreisgeschäftsführer Günter Koller in Hohenkemnath informiert.

Hohenkemnath. Seine Jahreshauptversammlung kombinierte der Krankenpflegeverein der Pfarrei Hohenkemnath mit der Lichtmessfeier. 47 Mitglieder kamen hierzu ins Pfarrheim. Vorausgegangen war ein von Pfarrer Klaus Birnthaler feierlich gestalteter Gottesdienst. Nach der Einleitung durch Vorsitzenden Josef Huf im Saal legte Kassenführerin Angelika Trummer ihren Bericht vor, der viel Erfolgreiches beinhaltete.

Vorsitzender Huf ging in seinen Ausführungen auf verschiedene Aktivitäten ein. So fuhr der Verein im September per Bus zum Mausbergfest, begleitet von Ruhestandspfarrer Joseph Madathiparampil. Die Pfarrei Gebenbach, zu der der Mausberg gehört, war dessen alte Wirkungsstätte.

Im Februar habe es einen Erste-Hilfe-Kurs im Pfarrheim gegeben. Dieser galt für angehende Führerscheinneulinge sowie für die ältere Generation zur Auffrischung ihrer Kenntnisse. Es wurden die Neuerungen bei der Wiederbelebung wie der Herzdruckmassage oder die stabile Seitenlage in Erinnerung gebracht - und mit dem Defibrillator geübt.

Ferner fand im Mai eine Fahrt zur Klosterburg nach Kastl mit Maiandacht statt. Danach ging es zur Einkehr in den Forsthof. Heuer ist für 7. Juli eine Tour zum Habsberg geplant. Dort wird mit den Fußwallfahrern ein Gottesdienst abgehalten.

Josef Huf ehrte schließlich Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit zeichnete er Paula und Hans Schaller sowie Theresia und Hans Fruth mit einer Ehrenurkunde in Silber aus. Außerdem erhielten die Frauen je einen Orchideenstock überreicht.

Danach kam Günter Koller, Vorsitzender der Caritas-Sozialstation Amberg/Ensdorf zu Wort. Er stellte fest, dass der Krankenpflegeverein aus der Pfarrei Hohenkemnath nicht mehr wegzudenken ist. Dieser sei der Multiplikator der Caritas-Sozialstation und außerdem werde der Ursprung der Caritas in diesem Verein weitergepflegt.

Die Fachstelle für pflegende Tätigkeiten bei der Caritas Ensdorf, so informierte er, "ist seit 1. Januar 2017 durch Susanne Frey besetzt". Diese staatlich anerkannte Fachberatungsstelle wurde für Beratungen geschaffen, wenn die häusliche Pflege eintritt. Nach ambulanter Pflege werde immer mehr gefragt. Große Sorge, so Koller, bereite der Fachkräftemangel. Im Pflegebereich werde händeringend gesucht. Deutschlandweit fehlten circa 51 000 Pflegekräfte. Zusätzlich sollen nun 8000 Stellen neu geschaffen werden.

Schließlich verwies Koller darauf, dass die Caritas-Sozialstation Ensdorf heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiere. Er bedankte sich beim Vorstand und den Aktiven des Krankenpflegevereins für geleistete Dienste.
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