Neuer Ursensollener Veranstaltungskalender
Historische Luftbilder

Heimatpfleger Josef Schmaußer, Nina Forster von der Gemeinde Ursensollen und Bürgermeister Franz Mädler (von links) präsentieren den neuen Kalender. Bild: ua
Vermischtes
Ursensollen
30.12.2016
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Luftbilder von 1958 zieren die Monatsmotive im Veranstaltungskalender 2017 von Ursensollen. Der Kulturausschuss hat entschieden, für die Illustration ins nostalgische Luftbildarchiv zu greifen.

Auch für das neue Jahr informiert der Kalender alle Gemeindebürger über alle Veranstaltungen von Vereinen, Kindergärten, kirchlichen und politischen Gremien. Das nostalgische Luftbildarchiv beinhaltet rund 425 000 Aufnahmen aus Deutschland von einzelnen Häusern, Straßenzügen und Gesamtansichten ab den 1920er-Jahren.

Auch nach Jahrzehnten sind durch diese Dokumentation bauliche Veränderungen gegenüber dem Aufnahmezeitpunkt nachzuvollziehen. Die Gemeinde Ursensollen entschied sich bereits 2015, aus diesem Fundus die Monatsmotive für den Veranstaltungskalender 2017 zu wählen. Wohl kaum hat sich das Aussehen der Orte so verändert, wie Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre: Viele Bautätigkeiten, der Wandel der Dorfstruktur (von vor allem bäuerlichen Gehöften zum Wohndorf) und der Zeitgeschmack haben das Bild Ursensollens geprägt. Nicht nur jüngere Gemeindebürger müssen genau überlegen, welches Anwesen auf den jeweiligen Bildern gezeigt wird.

Zum Bedauern der Verantwortlichen war es nicht möglich, alle 38 Ortschaften in einen Jahreskalender zu packen. Daher hat der Kulturausschuss 13 Motive ausgewählt, die einen Querschnitt der gravierenden Veränderungen in den vergangenen 60 Jahren zeigen. In absehbarer Zeit ist eine öffentliche Ausstellung mit allen Fotos der einzelnen Ortschaften geplant. Bürgermeister Franz Mädler nannte den Kalender "wunderschön zum Bestaunen". Er zeige nicht nur Gemeindebürgern, sondern auch Außenstehenden, wie positiv sich Ursensollen in den vergangenen Jahrzehnten verändert und erweitert hat.

Gestaltet hat den Kalender Nina Forster. Er wurde an jeden Haushalt der Gemeinde verteilt. Interessierte können ihn im Rathaus zum Preis von zwei Euro kaufen.

Eine Jahr, zwölf historische AnsichtenAls Titelbild wurde das Rokoko-Kleinod Sankt Josef in Zant gewählt. Die beliebte Wallfahrtskirche hat eine kleine Besonderheit, die Orgel - angeblich die kleinste in der Oberpfalz. Im Januar kann man einen Blick auf Hohenkemnath werfen: Das Bild zeigt das zweite und dritte Schulhaus des Ortes.

Thonhausen, Wollenzhofen, Eglhofen und Ehringsfeld geben ebenfalls einen Einblick ins Jahr 1958. Auch Gunzelsdorf wurde als Motiv ausgewählt. Das Foto zeigt im Hintergrund Sauheim und Salleröd. Gunzelsdorf ist auch bekannt als D'Höich, da der Ort knapp auf der Höhe des Amberger Mariahilfbergs liegt. Die Kirche St. Georg in Hausen durfte im neuen Kalender nicht fehlen. Die Pfarrgemeinde feierte im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und empfing Bischof Rudolf Voderholzer.

Garsdorf, Erlheim und Haag sind ebenfalls Schmuckstücke. Ein Wunsch des Ursensollener Heimatpflegers und stellvertretenden Bürgermeister war es, das Gasthaus Michl in Oberleinsiedl mit aufzunehmen. Es ist ein erstaunlicher Anblick, wie sich das Anwesen in den vergangenen Jahren verändert hat. Abschlussmotiv ist der alte Bahnhof in Ursensollen. (ua)
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