12.03.2018 - 20:00 Uhr
Ursensollen

Spatenstich für Ursensollener Volkssternwarte und Planetarium steht bevor Für Sterngucker ist auch Sonne interessant

Astronomen denken in Lichtjahren, deshalb ist es für sie nur noch ein Wimpernschlag, bis das Gemeinschaftsprojekt Volkssternwarte und Planetarium in Ursensollen Wirklichkeit sein wird. Die ersten Aufträge sind vergeben, der Baubeginn für das großzügig geförderte 800 000-Euro-Projekt steht bevor, kündigte am Montag der stellvertretende Bürgermeister von Ursensollen, Norbert Schmid, an.

Die Spendenübergabe (von links): Bankvorstand Dieter Paintner, stellvertretender Bürgermeister Norbert Schmid, Vereinsvorsitzender Matthias Mändl, Thomas Retzer (Marketing) und Bankvorstand Andreas Reindl. Bild: Stephan Huber
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Er war Hausherr einer Spendenübergabe an den Förderverein Volkssternwarte Amberg-Ursensollen, der zusammen mit der Gemeinde das Projekt Planetarium/Sternwarte stemmt. Seit mehr als 20 Jahren arbeiteten die hiesigen Hobby-Astronomen daran, sesshaft zu werden. Ihre in Baucontainern bei Ursensollen untergebrachte Beobachtungsstation ist derzeit geschlossen, in der Erwartung, spätestens Ende nächsten Jahres in ihr neues Observatorium, das mit einem oberpfalzweit einzigartigen Planetarium kombiniert sein wird, umziehen zu können.

Der Verein und die Gemeinde waren noch nie so nah dran an der Umsetzung dieses Wunschtraums, der auch der Attraktivität des Naturparks Hirschwald einen mächtigen Impuls geben soll. Jetzt können Mändl und sein Verein schon die technische Ausstattung ihrer Sternwarte angehen. Die von der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg e.G. ausgereichte Spende über 3000 Euro soll in ein Sonnenteleskop investiert werden.

Eigentlich hatte sich der Verein für eine Crowdfunding-Aktion der Volksbank-Raiffeisenbank beworben. Den Bankvorständen Dieter Paintner und Andreas Reindl schien das Risiko jedoch etwas zu hoch, da sich diese Form der Finanzierung bestimmter Projekte noch im Versuchsstadium befindet. Rund 6500 Euro ist das Sonnenteleskop teuer, die Hälfte nun praktisch gesichert. "Wir haben noch nie eine derart große Einzelspende erhalten", freute sich Mändl. Bisher hätten die hiesigen Astronomen ausschließlich bei nächtlicher Dunkelheit Sterne beobachten können. "Aber auch die Sonne ist sehr interessant", unterstrich Mändl. Sie mit einem bloßen optischen Teleskop anzuschauen, geht nicht. Die Sonne ist viel zu hell und würde die Augen nachhaltig schädigen. Ein Sonnenteleskop stelle sich deshalb hauptsächlich als spezieller Lichtfilter dar. "Dann können wir Besuchern nicht nur bei Nacht, sondern auch tagsüber etwas zeigen."

Auch die Sonne ist sehr interessantMatthias Mändl, Vorsitzender des Fördervereins Volkssternwarte

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