10.09.2017 - 20:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Winkler Kirwa zum Dank Ursensollener Feuerwehr erfüllt mit Fest in Winkel ein Versprechen

Die Winkler Kirwa gehört zum festen Kulturprogramm der Feuerwehr Ursensollen. Sie findet immer Anfang September im Ortsteil Winkel statt. Heuer kann sie ihr 40-Jähriges feiern.

Eine Aufnahme von der Eröffnung der ersten Winkler Kirwa im Jahr 1977 (von links): Feuerwehr-Vorsitzender Alois Reif, Kommandant Georg Graf und Fähnrich Alfons Augsberger. Bild: exb
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Winkel, das früher eine eigenständige Gemeinde war, wurde im Zuge der Gebietsreform in die Großgemeinde eingegliedert. Kirchlich ist Winkel der Pfarrgemeinde Hausen angeschlossen und gehört somit zum Bistum Regensburg, im Gegensatz zu den Ursensollenern, die bereits zu Eichstätt zählen.

Feuerwehrtechnisch wurde es den Bürgern freigestellt, sich der FFW Hausen oder der FFW Ursensollen anzuschließen; die Wahl fiel auf die näheren Ursensollener. Als Dank versprachen die "Ochsensullner Wehrmänner" den Winkler Bürgern, jährlich eine Kirchweih in Winkel auf dem Hollweckhof zu feiern.

Erstmals 1977 gefeiert

Unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Alois Reif, von Kommandant Georg Graf und der Familie Georg Hollweck konnte 1977 (unterstützt durch die Wandersparte der DJK Ursensollen) die erste Winkler Kirwa abgehalten werden - rund um das kleine Kirchlein, das der Gottesmutter geweiht ist.

Bereits im Jahr 1900 befand sich auf dem Grammer-Anwesen ein Glockenturm. 1908 wurden die kleine Glocke und ein Gebetsschemel in eine kleine Kapelle am Wegrand nach Zant eingebaut. Als für das Dorf 1951 die öffentliche Wasserversorgung kam, wurde auch der Wunsch nach einer größeren Kapelle in der Ortsmitte laut. Der "Grammer" - mittlerweile gehörte das Anwesen der Familie Fruth - stellte den Grund zur Verfügung, und eine neue Kapelle mit der alten Glocke konnte entstehen.

Sonntag Jubiläumsfeier

Diese Dorfkapelle prägt seitdem das Ortsbild und wird von den Bürgern gepflegt und unterhalten. Auch die Feuerwehr Ursensollen beteiligt sich mit Spenden aus dem Erlös der Kirchweih am Erhalt der Marien-Kapelle. Zum 65-jährigen Bestehen wurde die Außenfassade neu gestrichen und ein elektrisches Geläut installiert. Dreimal täglich läutet es im Tal den Rhythmus ein und ruft die Gläubigen zu Maiandachten und Gottesdiensten.

Am Sonntag, 17. September, wird die Glocke um 10 Uhr zum Jubiläums-Festgottesdienst im Hollweckhof rufen. Im Anschluss ist Frühschoppen mit der "Ochsensullner Feierwehr Musi" und danach Mittagstisch. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen sowie geselliges Beisammensein mit den "Hoglbouchan". Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

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