01.03.2018 - 18:44 Uhr
Ursensollen

Offizieller Spatenstich zum Bau der neuen Konzernzentrale Grammers Millionen-Bekenntnis

Eindeutiger kann das Bekenntnis zur Region und zum Innovationsstandort Deutschland nicht ausfallen: Die Grammer AG baut ihre neue Konzernzentrale einschließlich Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach). 700 Menschen werden dort arbeiten, 40 Millionen Euro investiert. 

Die Grammer AG baut ihre neue Konzernzentrale einschließlich Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach).
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Der offizielle Spatenstich zum bisher größten Bauvorhaben der Unternehmensgeschichte ging in interner Runde und damit unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Donnerstag zur Mittagszeit vor Ort über die Bühne. Zur anschließenden Pressekonferenz im Kubus in Ursensollen gab es zunächst ein dickes Lob von Grammer-Chef Hartmut Müller für die "exzellente Zusammenarbeit zwischen Politik und Unternehmen".

Anspruchsvolle Anforderungen der Grammer AG

Es seien anspruchsvolle Anforderungen gewesen, die Grammer an die sechs in der engeren Wahl gewesenen Standortbewerber stellte. Aus diesem Rennen sei die Gemeinde Ursensollen mit großem Vorsprung über die Ziellinie gegangen. Am Ende der beiden geplanten Bauabschnitte werde auf dem 40 000-Quadratmeter-Grundstück ein Komplex stehen mit über 50 000 Quadratmetern Büroflächen, verteilt auf mehrere Etagen. Dieser biete dann ideale Arbeitsbedingungen für rund 700 Menschen. "Mit dem neuen Standort in Ursensollen setzt Grammer ein klares Bekenntnis zu den Unternehmenswurzeln in der Region Amberg, aber auch zum Innovationsstandort Deutschland", betonte der Vorstandsvorsitzende. Der Einzugsbereich für die Akquise neuer Kräfte, umfasse zum einen die Region selbst (Standorte Immenstetten, Amberg, Haselmühl), aber auch die Städte Regensburg, Nürnberg und München. Infrastruktur und Anbindungen seien ideal. Als Bezugstermin ist das vierte Quartal 2019 ins Auge gefasst.

Arbeitnehmer als Gewinner der Grammer-Entscheidung

All das würdigte Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler mit Nachdruck. Sein Lob umfasste aber auch seinen "fortschrittlichen und konstruktiven Gemeinderat". Dieser habe erheblich mit dazu beigetragen, "Ursensollen in kürzester Zeit zu einem erstklassigen Gewerbestandort zu machen". Landrat Richard Reisinger sah die Arbeitnehmer und deren Familien als erste Gewinner der Grammer-Entscheidungen, denn: "Eine Standortverlagerung außerhalb unserer Region wollten wir alle nicht."

Für die Beschäftigtenseite freute sich Horst Ott, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall-Verwaltungsstelle Amberg und zugleich stellvertretender Grammer-Aufsichtsratsvorsitzender, bei der Entscheidung über den künftigen Konzernsitz mit eingebunden gewesen zu sein. An Müller und Mädler gewandt, versicherte er: "Wenn wir alleine zu entscheiden gehabt hätten, wäre das Ergebnis nicht anders ausgefallen."

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