18.12.2016 - 16:20 Uhr
VilseckOberpfalz

Waldweihnacht in Sorghof Wie einst Josef und Maria

Die Sorghofer Vereine werden anbauen müssen, um den Zulauf bei der Waldweihnacht im Wäldchen hinter dem Feuerwehrgerätehaus zu bewältigen. Denn die Besucherzahlen nehmen von Jahr zu Jahr zu.

Der alte Hirte schenkt dem Jesuskind ein Fell und frische Milch.
von Autor GFRProfil

Sorghof. (gfr) "Gut so", meint Autor und Regisseur Sam Kraus, dann bringen wir den Gesamterlös aller 26 Waldweihnachten bald auf die stattliche Summe von 60 000 Euro.

"Begebt euch auf Geheiß des römischen Stadthalters in eure Geburtsstadt und lasst euch einschreiben", laut und deutlich war der Hinweis des Chronisten für die Besucher der Waldweihnacht bereits auf der Straße zu hören. Steuern müssten eingetrieben werden und das gelänge nur, wenn alle registriert seien. Die Geschichte um Maria und Josef ist über 2000 Jahre alt. Abgewiesen wurden sie auf der Suche nach einer kurzfristigen Bleibe. Umrahmt wurde das Weihnachtsmusical vom Kirchenchor und den Kindergartenkindern. Die Geschichte sei auch nach zwei Jahrtausenden noch nicht zu Ende, so der Chronist, denn die Menschen hätten immer noch nicht aus den Ereignissen der Vergangenheit gelernt.

Gerade die letzten Jahre hätten gezeigt, dass immer noch Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Hungersnöten und Tod ihre Heimat verlassen müssen und ihr Leben auf dieser Flucht riskieren. Wie Maria und Josef damals, suchen Flüchtlinge heute eine Bleibe. Die Augen des Gotteskindes seien mit den Augen der Ärmsten der Armen der heutigen Zeit vergleichbar, die aus ihrer Heimat flüchten, genauso wie Josef und Maria.

Dem guten Rat des Vereinssprechers Benno Meier folgten nach dem Weihnachtsmusical ein Großteil der Besucher. Sie umlagerten die Buden, in denen heißer Glühwein, Bratwürste und viele leckere Köstlichkeiten angeboten wurden, die rund um das Lagerfeuer verzehrt wurden.

Kraus und seine Mannen waren dann am frühen Sonntag wieder im Einsatz, denn die Hinterlassenschaften der Besuchermassen konnte man nicht im Wald liegen lassen, außerdem mussten einige Kilometer Kabel gereinigt und aufgerollt werden.

Die Darsteller

Maria und Josef: Claudia Ruppert und Heiner Ruppert; Engel: Elisabeth Meidenbauer; Hirten: Dieter Hörl, Alexander Irlbacher, Manuel Plößner, Mathias Herrmann, Willi Sperber; Opa und Enkel: Norbert Riha und Johannes Dorner; Chronist: Bastian Ruppert; Jesuskind: Moritz Meidenbauer; Sologesang: Eleanor Nemeth Pattton; Drehbuch, Texte und Regie: Gerhard "Sam" Kraus. (gfr)

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