11.04.2016 - 02:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Ausstellung im Ersten Deutschen Türmermuseum in Vilseck Vilseck unter dem Hakenkreuz

unter dem Hakenkreuz - dieses Thema greift eine Ausstellung auf, die bis Sonntag, 12. Juni, im Ersten Deutschen Türmermuseum in Vilseck zu sehen ist.

Zur Vernissage der Sonderausstellung "Vilseck unterm Hakenkreuz" fanden sich auch die Initiatoren ein (von links): Ortsheimatpflegerin Paula Weiß, Nachtwächter Tschung, 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Karl Platzer, Martin Neiswirth und Christian Siege. Bild: zip
von Autor ZIPProfil

Vilseck. (zip) Christian Siege aus Vilseck hat mit Unterstützung von Karl Platzer und Martin Neiswirth, dem Kreisheimatpfleger Dieter Dörner und anderen Zeitzeugen, Unterlagen und Berichte über den Lebensalltag der ländlichen Bevölkerung von Vilseck während der Jahre 1933 bis 1945 zusammengetragen.

Kopien von Originaldokumenten sollen helfen, zu verstehen, wie das Alltagsleben und auch die Menschen-Vernichtung vonstatten gingen. Zu sehen sind schriftliche Zeugnisse der Propaganda-Maschinerie der NSDAP in Bezug auf die Olympischen Spiele, auf Straßenbenennungen in Vilseck, die Judenverfolgung und vieles mehr.

Auf der anderen Seite wird der Lebensalltag der Menschen, insbesondere auch der jüdischen Mitbewohner, in jenen schrecklichen Tagen dargestellt werden. Präsentiert werden auch originale Gegenstände aus dieser Zeit, sowohl aus Deutschland, als auch von den Alliierten aus dem militärischen und zivilen Bereich.

Der Vilsecker Sammler Karl Platzer hat unter anderem Originalgeschosshülsen zur Verfügung gestellt, die beim Einmarsch der amerikanischen Armee im Jahr 1945 im Bereich von Vilseck abgefeuert wurden.

Bei der Vernissage sammelten die ersten Besucher und auch Bürgermeister Hans-Martin Schertl interessante Eindrücke. Das Museum ist am Freitag und Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An Werktagen ermöglicht das Tourismusbüro im Rathaus eine Besichtigung auf Anfrage. Weitere Informationen gibt es im Internet (www.vilseck.de).

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