26.01.2017 - 02:00 Uhr
VilseckOberpfalz

Benefizkonzert in der Vilsecker Kirche St. Ägidius Musik verschiedener Epochen

Noch immer sind die Brandschäden in der Vilsecker Kirche St. Ägidius nicht völlig behoben. Bei einem Benefizkonzert musizierten vier junge, talentierte Musiker und leisteten so einen Beitrag zur Wiederherstellung der Kanzel.

"Von Bach bis Reger" war das Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Ägidius in Vilseck überschrieben. Dabei sangen und musizierten (von links): Lars Amann (Orgel), Raphael Ernst (Bassbariton), Andreas Bäumler (Trompete) und Theresa Uhl (Sopran). Bild: Steinbacher
von Redaktion OnetzProfil

Pfarrer Johannes Kiefmann freute sich über den zahlreichen Besuch im Gotteshaus. "Durch verwandtschaftliche Beziehungen war es möglich, dass vier junge, aufstrebende Musiker aus Windischeschenbach und Neustadt/WN heute hier konzertieren und damit helfen, unsere Kanzel wieder herzustellen", sagte der Geistliche.

Aufstrebende Interpreten

Die vier Interpreten hatten ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Bach, Händel, Haydn, Mozart, Beethoven und viele Romantiker der Musik wie Mendelssohn-Bartholdy, Gounod, Cesar Franck, Rheinberger und natürlich Reger waren zu hören in unterschiedlichen Instrumental- und Gesangs-Darbietungen. Theresa Uhl (Sopran), Raphael Ernst (Bassbariton), Andreas Bäumler (Trompete) und Lars Amann (Orgel) nahmen das Publikum mit auf eine 90-minütige Reise durch die Musik der verschiedenen musikalischen Epochen. Dabei zeigten die jungen Künstler, die allesamt am Anfang des Weges zur Professionalität stehen, welch Talent in ihnen steckt.

Theresa Uhl präsentierte sich mit klarem, intonationssicherem, fast knabenhaft timbriertem Sopran. Raphael Ernst brachte seine geschmeidige, angenehm modulierte Stimme zur Geltung. Andreas Bäumler überzeugte durch sauberes, souveränes Trompetenspiel. Lars Amann hatte den umfangreichsten Part zu bewältigen, denn er war sowohl solistisch als auch als Begleiter an der Orgel bei allen Stücken im Einsatz. Dabei zeigte er bei seinen Solo-Darbietungen durch individuelle Registrierungen, welche Klang-Farbigkeit die Vilsecker Orgel zu erzeugen vermag.

Das hörte man bei der zu Beginn gespielten Bach-Sonate ebenso wie bei dem Cantabile von Cesar Franck und bei seinen eigenen Variationen über das Weihnachtslied "Adeste fideles". Neben einigen anderen Beiträgen brachte Theresa Uhl das "Agnus Dei" von Mozart mit schönen Linien zum Klingen, während Raphael Ernst bei "Mariä Wiegenlied" der Romantik des Oberpfälzer Komponisten Max Reger huldigte. Andreas Bäumler überzeugte bei den Trompetenkonzerten von Haydn und Neruda durch sicheren, sauberen Tonansatz und souveränes Spiel.

Viel Applaus

Dass bei all dem Engagement mitunter über das Ziel hinausgeschossen wurde, war bei den nicht völlig geglückten Stücken "Air" von Bach, dem "Ave Maria" von Cherubini und dem "Panis Angelicus" von Franck zu hören. Aber bei jungen Musikern gehören Risiko und Ausprobieren einfach dazu und sind auch als ein positiver Moment in einem solchen Benefizkonzert zu sehen.

Die einzelnen Musikblöcke verband Oberstudienrat Lothar Kittelberger mit nachdenklichen Texten aus dem Johannesbrief, dem 107. Psalm und Aussagen des Propheten Jesaia. Nach dem Schlusswort von Pfarrer Kiefmann durften die jungen Musiker im Altarraum den verdienten Beifall entgegennehmen, bevor die Besucher mit dem gemeinsamen Lied "Nun freut euch, ihr Christen" die Weihnachtszeit beendeten.

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